Ashwagandha gegen Stress und Übergewicht: Neue RCT-Studie 2026 zeigt beeindruckende Ergebnisse
Inhaltsverzeichnis auf einen Blick
- Studienüberblick - Die wichtigsten Fakten
- Kernergebnisse im Detail
- Warum Stress dick macht - Der Cortisol-Teufelskreis
- Wie wirkt Ashwagandha auf Stress und Gewicht?
- Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen
- Ashwagandha vs. andere Adaptogene - Ehrlicher Vergleich
- Richtige Dosierung und Einnahme
- Worauf du bei Ashwagandha achten solltest
- Häufig gestellte Fragen
- Quellen
1. Studienüberblick - Die wichtigsten Fakten
Ashwagandha (Withania somnifera) gehört zu den am intensivsten erforschten Adaptogenen weltweit. Doch die meisten bisherigen Studien liefen über nur 8 Wochen und konzentrierten sich ausschließlich auf Stressreduktion. Diese neue Studie geht weiter: Sie untersuchte erstmals die Kombination aus Stressabbau und Gewichtsmanagement über einen Zeitraum von vollen 24 Wochen.
Definition: Ashwagandha (Withania somnifera) ist ein adaptogenes Kraut aus der ayurvedischen Medizin. Als Adaptogen kann es dem Körper helfen, sich an Stressbelastungen anzupassen, indem es die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) moduliert und die Cortisolproduktion reguliert. In klinischen Studien zeigte es positive Effekte auf Stresslevel, Schlafqualität und Körperzusammensetzung.
Studie: Pakhale K, Pakhale R, Srivathsan M, Langade J, Langade D.
Titel: Efficacy and safety of Ashwagandha (Withania somnifera) root extract on stress and weight management in adults.
Journal: Journal of Medical Life, 2025; 18(12):1140-1154
Design: Prospektiv, randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert
Teilnehmer: 100 Erwachsene (19-65 Jahre), BMI 25-39,9 kg/m2
Dauer: 24 Wochen
Intervention: 300 mg KSM-66 Ashwagandha-Wurzelextrakt, 2x täglich
PMID: 41635453
Besonders hervorzuheben: Die Studie verwendete KSM-66 Ashwagandha, einen standardisierten Wurzelextrakt mit mehr als 5% Withanoliden. Die Teilnehmer wurden angewiesen, ihre üblichen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten während der gesamten Studiendauer beizubehalten - es gab also keine zusätzliche Diät oder Trainingsprogramme.
2. Kernergebnisse im Detail
Die Ergebnisse dieser Studie sind bemerkenswert deutlich. Hier sind die wichtigsten Zahlen auf einen Blick:
(Ashwagandha-Gruppe)
nach 24 Wochen
(PSS-Score)
| Parameter | Ashwagandha (n=45) | Placebo (n=46) | Signifikanz |
|---|---|---|---|
| Körpergewicht (Woche 24) | -8,46 +/- 3,86 kg | -2,41 +/- 2,07 kg | P < 0,0001 |
| BMI (Woche 24) | -3,31 +/- 1,57 kg/m2 | -0,93 +/- 0,79 kg/m2 | P < 0,0001 |
| Stresslevel (PSS-Score) | -6,16 Punkte | -1,43 Punkte | P < 0,001 |
| Lebensqualität (SF-12) | +9,38 Punkte | +2,54 Punkte | P < 0,001 |
| Heißhunger (FCQ-T) | -21,24 Punkte | -8,28 Punkte | P < 0,0001 |
| Serum-Cortisol | -5,02 mcg/dL | -2,55 mcg/dL | P = 0,005 |
Die Effektstärken waren durchgehend groß (Cohen's d > 0,8), was in der Nahrungsergänzungsmittel-Forschung selten vorkommt. Besonders beeindruckend: Die Ashwagandha-Gruppe verlor im Schnitt über 6 kg mehr als die Placebo-Gruppe - wohlgemerkt ohne Diät oder zusätzliches Training.
Wir bei Ayuba haben in den letzten Jahren intensiv mit Ashwagandha gearbeitet und von zahlreichen Kunden Rückmeldungen bekommen, die genau dieses Zusammenspiel bestätigen: Weniger Stress, weniger Heißhunger-Attacken am Abend, besserer Schlaf. Diese Studie liefert jetzt die wissenschaftliche Grundlage für das, was viele unserer Kunden bereits berichten.
3. Warum Stress dick macht - Der Cortisol-Teufelskreis
Um zu verstehen, warum Ashwagandha beim Abnehmen helfen kann, muss man zuerst den Zusammenhang zwischen chronischem Stress und Gewichtszunahme verstehen. Es ist kein Zufall, dass gestresste Menschen eher zu Süßigkeiten und Fast Food greifen.
Der Mechanismus läuft so ab: Chronischer Stress aktiviert permanent die sogenannte HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse). Das führt zu einem dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel. Cortisol wiederum hat mehrere direkte Auswirkungen auf das Körpergewicht.
6 Wege, wie chronischer Stress zur Gewichtszunahme führt:
- Erhöhter Appetit: Cortisol stimuliert direkt das Hungerzentrum im Hypothalamus und steigert das Verlangen nach kalorienreicher Nahrung.
- Viszerale Fetteinlagerung: Glukokortikoide fördern gezielt die Fettansammlung im Bauchbereich - das metabolisch gefährlichste Fett.
- Heißhunger auf Comfort Food: Unter Stress greift der Körper bevorzugt zu zucker- und fettreichen Lebensmitteln, weil diese kurzfristig das Belohnungssystem aktivieren.
- Schlechter Schlaf: Erhöhtes Cortisol stört den Schlaf-Wach-Rhythmus, und Schlafmangel erhöht wiederum die Ghrelinproduktion (Hungerhormon).
- Insulinresistenz: Chronisch erhöhte Cortisolwerte können die Insulinsensitivität verschlechtern, was die Fettspeicherung begünstigt.
- Reduzierter Energieverbrauch: Der Körper wechselt unter Dauerstress in einen Sparmodus, der den Grundumsatz senken kann.
Genau hier setzt Ashwagandha an: Indem es die HPA-Achse reguliert und den Cortisolspiegel senkt, durchbricht es diesen Teufelskreis an der Wurzel - im wahrsten Sinne des Wortes.
4. Wie wirkt Ashwagandha auf Stress und Gewicht?
Ashwagandha ist ein sogenanntes Adaptogen. Das bedeutet, es kann dem Körper helfen, sich an verschiedene Stressoren anzupassen, ohne dabei eine spezifische pharmakologische Wirkung auszulösen. Die aktiven Inhaltsstoffe sind die sogenannten Withanolide - eine Gruppe von Steroidlactonen, die hauptsächlich in der Wurzel konzentriert sind.
Die drei Hauptwirkwege laut aktueller Forschung:
1. HPA-Achsen-Regulation: Ashwagandha moduliert die Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse. Das führt zu einer messbaren Senkung der Cortisolwerte, wie diese Studie eindrücklich zeigt (von 13,91 auf 8,90 mcg/dL nach 24 Wochen).
2. Neurotransmitter-Balance: Präklinische Studien zeigen, dass Ashwagandha die Serotonin- und Dopaminspiegel positiv beeinflusst und den BDNF-Spiegel (Brain-Derived Neurotrophic Factor) erhöhen kann. Das erklärt die beobachtete Verbesserung der Stimmung und die Reduktion von emotionalem Essen.
3. Stoffwechseloptimierung: Es gibt Hinweise, dass Ashwagandha den Energiestoffwechsel unterstützen kann, sodass der Körper Fett eher verbrennt statt einzulagern. Zudem zeigten sich in Woche 12 der Studie günstige Effekte auf den HbA1c-Wert und das Gesamtcholesterin.
"Die synergistische Wechselwirkung aus Stressmodulation, Stoffwechseloptimierung und antioxidativer Aktivität liegt dem Potenzial von Ashwagandha für ein gesundes Gewichtsmanagement zugrunde." - Pakhale et al., 2025
5. Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen
Ein entscheidender Aspekt dieser Studie ist die umfassende Sicherheitsbewertung über 24 Wochen. Das ist deutlich länger als die meisten bisherigen Ashwagandha-Studien, die typischerweise nur 8-12 Wochen dauerten.
Die Ergebnisse sind beruhigend: Von 50 Teilnehmern in der Ashwagandha-Gruppe berichteten nur 7 über milde Nebenwirkungen - und in der Placebo-Gruppe waren es 6. Alle Nebenwirkungen waren leichtgradig und verschwanden von selbst.
| Nebenwirkung | Ashwagandha | Placebo |
|---|---|---|
| Übelkeit | 3 (6,0%) | 3 (6,0%) |
| Bauchschmerzen | 2 (4,0%) | 2 (4,0%) |
| Müdigkeit/Schläfrigkeit | 2 (4,0%) | 1 (2,0%) |
| Gesamt | 7 (14,0%) | 6 (12,0%) |
Besonders wichtig: Alle Laborwerte - einschließlich Leber- und Nierenfunktion, Blutbild, Lipidprofil und Schilddrüsenwerte - blieben über den gesamten Studienzeitraum im Normbereich. Es gab keine schwerwiegenden Nebenwirkungen. Das unterstützt die Sicherheit einer Langzeiteinnahme von Ashwagandha-Wurzelextrakt.
6. Ashwagandha vs. andere Adaptogene - Ehrlicher Vergleich
Ashwagandha ist nicht das einzige Adaptogen auf dem Markt. Hier ein ehrlicher Vergleich mit anderen populären Optionen, wenn es speziell um die Kombination aus Stressabbau und Gewichtsmanagement geht:
| Adaptogen | Stressreduktion | Gewichtsmanagement | Studienlage (2026) |
|---|---|---|---|
| Ashwagandha (KSM-66) | Sehr gut belegt | Gut belegt (diese Studie) | Stark (mehrere RCTs) |
| Rhodiola Rosea | Gut belegt | Schwach belegt | Moderat |
| Ginseng (Panax) | Moderat belegt | Einige Hinweise | Moderat |
| Heiliges Basilikum (Tulsi) | Moderat belegt | Kaum Daten | Schwach |
| Reishi-Pilz | Einige Hinweise | Kaum Daten | Schwach |
Was Ashwagandha von den anderen Adaptogenen abhebt, ist die Qualität und Tiefe der Studienlage - insbesondere durch diese neue 24-Wochen-Studie. Für Rhodiola und Ginseng gibt es zwar ebenfalls gute Daten zur Stressreduktion, aber kaum kontrollierte Studien, die den Effekt auf das Körpergewicht untersucht haben.
Ehrlich gesagt: Rhodiola kann bei akutem Stress und mentaler Ermüdung Vorteile haben, die Ashwagandha so nicht bietet. Die Wahl des richtigen Adaptogens hängt immer von deinen individuellen Zielen ab. Für die Kombination aus Stressabbau, Schlafverbesserung und Gewichtsmanagement hat Ashwagandha aktuell jedoch die beste Datenlage.
7. Richtige Dosierung und Einnahme
Die Studie verwendete eine klare Dosierung: 300 mg standardisierten Ashwagandha-Wurzelextrakt (min. 5% Withanolide), zweimal täglich - einmal nach dem Frühstück und einmal nach dem Abendessen.
Dosierungsempfehlungen basierend auf der Studienlage:
Für Stressreduktion: 300 mg, 2x täglich (600 mg Gesamttagesdosis). Das ist die in dieser Studie verwendete und klinisch erprobte Dosierung.
Einnahmezeit: Zu den Mahlzeiten (nach dem Frühstück und nach dem Abendessen) mit einem Glas Wasser. Die Einnahme mit Nahrung kann die Verträglichkeit verbessern.
Wie lange einnehmen? Die Studie zeigt, dass sich die Effekte über 24 Wochen kontinuierlich aufbauten. Bereits nach 4 Wochen waren erste signifikante Unterschiede messbar, aber die stärksten Ergebnisse zeigten sich nach 24 Wochen. Geduld zahlt sich also aus.
Magnesiumbisglycinat: 200–300 mg (elementares Magnesium)
Einnahme: Ca. 60 Minuten vor dem Schlafengehen.
Wirkung: Beruhigt das zentrale Nervensystem und verbessert die Einschlafphase
Vitamin B-Komplex: 1 Kapsel (hochdosiert, inkl. B6, B12 und Folsäure) Zink (als Bisglycinat oder Picolinat): 15–25 mg
Einnahme: 300 mg Ashwagandha + B-Komplex morgens zum Frühstück; 300 mg Ashwagandha + Zink abends zum Essen.
Wirkung: Stabilisiert das Energielevel am Tag und unterstützt die Hormonsynthesea
L-Theanin: 200 mg (wirkt synergetisch mit Ashwagandha gegen Unruhe) Magnesium-L-Threonat: 1.000–2.000 mg (entspricht ca. 75–150 mg elementarem Magnesium)
Einnahme: * Tagsüber: 300 mg Ashwagandha + 200 mg L-Theanin (für Fokus ohne Zittern).
Abends: 300–600 mg Ashwagandha + Magnesium-L-Threonat (für maximale neuronale Regeneration).
Wirkung: Optimiert die kognitive Funktion und sorgt für eine messbar tiefere Regenerationsphase (REM-Schlaf)
8. Worauf du bei Ashwagandha achten solltest
Nicht jedes Ashwagandha-Produkt auf dem Markt hält, was es verspricht. Die Qualitätsunterschiede sind enorm, und gerade in Deutschland solltest du besonders kritisch sein.
Die 5 wichtigsten Qualitätskriterien:
1. Wurzelextrakt, nicht Blattextrakt: Die Studie verwendete ausschließlich Wurzelextrakt. Viele günstige Produkte mischen Blätter bei, die ein anderes Withanolid-Profil haben und weniger erforscht sind.
2. Standardisierung auf Withanolide: Mindestens 5% Withanolide (per HPLC) sollten auf dem Etikett stehen. Das garantiert eine konsistente Wirkstoffkonzentration.
3. Lösungsmittelfreie Extraktion: KSM-66 (der in der Studie verwendete Extrakt) nutzt eine wasserbasierte Extraktion ohne Alkohol oder chemische Lösungsmittel - das ist der Goldstandard.
4. Reinheitsprüfung und Zertifizierung: GMP-Zertifizierung, HACCP-Standards und idealerweise Drittanbieter-Laboranalysen. Deutsche Verbraucher suchen zu Recht nach Apotheken-Qualität und transparenter Herstellung.
5. Herstellung in zertifizierten Betrieben: In Deutschland gelten strengere Standards als in vielen anderen Ländern. Achte auf Produkte, die in GMP-zertifizierten Betrieben hergestellt werden.
Bei Ayuba Nutrition arbeiten wir nach GMP- und HACCP-Standards, weil wir überzeugt sind, dass Reinheit und Qualität keine Kompromisse erlauben. Jede Charge wird auf Schwermetalle, Pestizide und mikrobiologische Verunreinigungen getestet. Das ist aufwendiger und teurer, aber es ist der einzige Weg, Produkte anzubieten, hinter denen wir wirklich stehen können.
9. Häufig gestellte Fragen
Quellen
- Pakhale K, Pakhale R, Srivathsan M, Langade J, Langade D. Efficacy and safety of Ashwagandha (Withania somnifera) root extract on stress and weight management in adults: a prospective, randomized, double-blind, placebo-controlled study. J Med Life. 2025;18(12):1140-1154. PubMed
- Chandrasekhar K, Kapoor J, Anishetty S. A prospective, randomized double-blind, placebo-controlled study of safety and efficacy of a high-concentration full-spectrum extract of ashwagandha root in reducing stress and anxiety in adults. Indian J Psychol Med. 2012;34(3):255-262. PubMed
- Choudhary D, Bhattacharyya S, Joshi K. Body weight management in adults under chronic stress through treatment with Ashwagandha root extract. J Evid Based Complementary Altern Med. 2017;22(1):96-106. PubMed
- Sinha R, Jastreboff AM. Stress as a common risk factor for obesity and addiction. Biol Psychiatry. 2013;73(9):827-835. PubMed
- Chrousos GP. Stress and disorders of the stress system. Nat Rev Endocrinol. 2009;5(7):374-381. PubMed
- Mastorakos G, Zapanti E. The hypothalamic-pituitary-adrenal axis in the neuroendocrine regulation of food intake and obesity. Nutr Neurosci. 2004;7(5-6):271-280. PubMed
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