MSM vs. Kollagen: Was ist wirklich besser für schöne Haut und Anti-Aging?
Der wissenschaftliche Vergleich zweier Powerhouse-Supplements – basierend auf 10+ klinischen Studien und Meta-Analysen. Welches gehört in deine Anti-Aging-Routine?
Warum die Haut von innen altert – und was du dagegen tun kannst
Jeder Blick in den Spiegel erzählt eine Geschichte. Feine Linien um die Augen, nachlassende Spannkraft an den Wangen, ein matter Teint, der den Glow von früher vermissen lässt. Was viele nicht wissen: Rund 80 % der sichtbaren Hautalterung werden durch UV-Strahlung und oxidativen Stress verursacht – nicht durch das chronologische Alter allein. UV-Strahlen erzeugen reaktive Sauerstoffspezies (ROS), die DNA schädigen und Signalketten der Hautalterung aktivieren, die zu dem führen, was Dermatologen als Photoaging bezeichnen.
Die gute Nachricht: Zwei Substanzen haben sich in der klinischen Forschung als besonders vielversprechend für die Hautgesundheit von innen herausgestellt – Kollagen und MSM (Methylsulfonylmethan). Doch welches Supplement ist das richtige für dich? Wirken sie über dieselben Mechanismen? Und gibt es einen Weg, das Beste aus beiden Welten zu vereinen?
In diesem Artikel analysieren wir die aktuelle Studienlage, vergleichen beide Substanzen nach wissenschaftlichen Kriterien und zeigen dir, wie du dein persönliches Anti-Aging-Protokoll zusammenstellen kannst.
Kollagen: Der direkte Baustein deiner Haut
Kollagen ist das häufigste Protein im menschlichen Körper und bildet das strukturelle Gerüst der Haut. Typ-I-Kollagen macht dabei etwa 80 % des gesamten Hautkollagens aus. Ab dem 25. Lebensjahr nimmt die körpereigene Produktion um circa 1–1,5 % pro Jahr ab – ein Prozess, der sich durch UV-Exposition, Rauchen und Stress erheblich beschleunigt. Das Ergebnis: Falten, Elastizitätsverlust und trockene Haut.
Was die Wissenschaft sagt
Die Evidenzlage für orale Kollagen-Supplements ist mittlerweile beeindruckend. Eine große Meta-Analyse aus dem Jahr 2023, die 26 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit insgesamt 1.721 Teilnehmern auswertete, fand hochsignifikante Verbesserungen bei Hautfeuchtigkeit und Elastizität im Vergleich zur Placebogruppe. Die positiven Effekte zeigten sich ab einer Supplementierungsdauer von mindestens acht Wochen.
Eine zweite Meta-Analyse mit 10 RCTs und 646 Teilnehmern bestätigte diese Befunde und ermittelte statistisch relevante Effektgrößen sowohl für Hydratation als auch für Elastizität. Die am häufigsten verwendete Dosis lag bei 4 g pro Tag, mit einer medianen Dosis von 3,5 g täglich.
Besonders interessant für Anti-Aging: Marines Kollagen, das primär aus Typ-I-Kollagen besteht, zeigte in einer randomisierten Triple-Blind-Studie eine 35%ige Reduktion des Faltenscores nach nur 12 Wochen. Die Probandinnen im Alter von 45–60 Jahren berichteten zudem über Verbesserungen bei Ausstrahlung (22 %), Festigkeit (25 %) und Elastizität (23 %).
Wie wirkt Kollagen auf zellulärer Ebene?
Hydrolysierte Kollagenpeptide werden im Dünndarm als Di- und Tripeptide absorbiert – insbesondere Prolyl-Hydroxyprolin (Pro-Hyp). Diese bioaktiven Peptide gelangen über den Blutkreislauf in die Dermis und stimulieren dort die Fibroblasten, neues Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure zu produzieren. Eine randomisierte Studie konnte zeigen, dass die orale Einnahme von Kollagenpeptiden den natürlichen Feuchtigkeitsfaktor (NMF) im Stratum corneum erhöht und so die Wasserretention der Haut nachhaltig verbessert.
Eine 2025 veröffentlichte Studie mit 77 gesunden Probandinnen, die 12 Wochen lang 5.000 mg Kollagenpeptide pro Tag einnahmen, zeigte eine Reduktion des transepidermalen Wasserverlustes (TEWL) um über 20 % sowie eine Steigerung der Hautfeuchtigkeit um rund 17 %. Bemerkenswert: Die positiven Effekte hielten auch vier Wochen nach dem Absetzen noch an.
Kollagen liefert die direkten Bausteine, die deine Haut benötigt. Die Studienlage zeigt konsistent: Orale Kollagenpeptide verbessern Feuchtigkeit, Elastizität und Faltentiefe – besonders ab einer Einnahmedauer von 8–12 Wochen.
MSM: Der unterschätzte Schwefel-Booster für deine Haut
Methylsulfonylmethan – besser bekannt als MSM – ist eine organische Schwefelverbindung, die natürlich in vielen Lebensmitteln vorkommt: in Milch, Getreide, Obst und Gemüse. Schwefel ist das dritthäufigste Mineral im menschlichen Körper und spielt eine zentrale Rolle für die Struktur von Haut, Haaren und Nägeln. Der Grund: Die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein bilden Disulfidbrücken – jene molekularen Quervernetzungen, die Keratin und Kollagen ihre Festigkeit verleihen.
Die klinische Evidenz für MSM und Haut
Die Forschung zu MSM und Haut hat in den vergangenen Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen. Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Pilotstudie untersuchte die orale Einnahme von MSM über 16 Wochen und fand signifikante Verbesserungen bei der Anzahl und Schwere von Gesichtsfalten sowie bei Hautfestigkeit, Textur und Hautton. Sowohl die Dosierung von 1 g als auch von 3 g pro Tag zeigte messbare Effekte, wobei 3 g den stärkeren Effekt erzielten.
Besonders vielversprechend sind die Ergebnisse zum Schutz vor UV-bedingter Hautalterung. Eine experimentelle Studie konnte zeigen, dass MSM den Faltenscore bei UVB-induzierter Hautschädigung erheblich reduzierte. Die Forscher verglichen MSM mit Retinsäure – einer Substanz mit nachgewiesenen Anti-Aging-Eigenschaften – und fanden vergleichbare Schutzeffekte gegen Photoaging. MSM reduzierte die UV-induzierte Faltenbildung messbar und schützte die Hautstruktur auf histopathologischer Ebene.
Eine weitere randomisierte, placebokontrollierte Studie evaluierte ein Kombinationspräparat aus MSM (400 mg), Hyaluronsäure (200 mg) und L-Carnosin (500 mg) über 60 Tage. Die Ergebnisse zeigten breite Verbesserungen der Gesichtshautfeuchtigkeit und -elastizität sowie reduzierte Talgproduktion – was auf die synergistische Wirkung von MSM mit anderen Hautaktivstoffen hindeutet.
MSM als Antioxidans und Entzündungshemmer
Über die strukturelle Schwefellieferung hinaus wirkt MSM als potentes Antioxidans. Mehrere Studien an Menschen und Tieren zeigen, dass MSM oxidativen Stress und Entzündungen reduziert – beides Haupttreiber der Hautalterung. MSM stärkt zudem Keratin, das Hauptstrukturprotein der äußeren Hautschicht, und verbessert so die Barrierefunktion der Haut.
MSM wirkt über einen anderen Mechanismus als Kollagen: Es liefert den Schwefel, den dein Körper für die eigene Kollagen- und Keratinsynthese benötigt, schützt als Antioxidans vor UV-Schäden und unterstützt die Hautbarriere.
MSM vs. Kollagen: Der direkte Vergleich
Beide Substanzen verbessern nachweislich die Hautgesundheit – aber über grundlegend verschiedene Wege. Der folgende Vergleich basiert auf der analysierten Studienlage und zeigt dir, wo jedes Supplement seine Stärken hat.
| Kriterium | MSM | Kollagen |
|---|---|---|
| Wirkmechanismus | Schwefellieferant für Keratin- & Kollagensynthese, Antioxidans | Direkte Bausteine (Peptide) für Dermis-Struktur |
| Hautfeuchtigkeit | Verbessert (Corneometer-bestätigt) | Stark verbessert (Meta-Analysen, p<0,00001) |
| Faltenreduktion | Signifikant bei 1–3 g/Tag | Bis zu 35 % Reduktion (12 Wochen) |
| Elastizität | Verbessert (Cutometer-bestätigt) | Stark verbessert (Meta-Analysen) |
| UV-Schutz | Nachgewiesener Schutz vor Photoaging | Kein direkter UV-Schutz |
| Antioxidative Wirkung | Stark (ROS-Reduktion) | Gering bis moderat |
| Studienlage | Wachsend, vielversprechend | Sehr robust (26+ RCTs, Meta-Analysen) |
| Typische Dosierung | 1–3 g/Tag | 2,5–10 g/Tag |
| Wirkungseintritt | Ab ca. 8–16 Wochen | Ab ca. 4–8 Wochen |
| Sicherheitsprofil | Sehr hoch (LD50 >17,5 g/kg) | Sehr hoch (natürliches Nahrungsprotein) |
Der Vergleich macht deutlich: Es geht nicht um „entweder – oder". Kollagen hat die stärkere Evidenzbasis, wenn es um direkte Verbesserungen der Hautstruktur geht – Feuchtigkeit, Elastizität, Faltentiefe. MSM glänzt dort, wo Kollagen Lücken lässt: antioxidativer Schutz, UV-Abwehr und die Bereitstellung von Schwefel als essentiellem Cofaktor für die körpereigene Kollagensynthese.
Die Synergie: Warum die Kombination das wahre Geheimnis ist
Die spannendste Erkenntnis aus der aktuellen Forschung: MSM und Kollagen ergänzen sich auf biochemischer Ebene auf eine Weise, die ihre Einzelwirkungen übertrifft.
Der Zusammenhang ist elegant: Kollagen liefert die fertigen Peptide, die deine Fibroblasten direkt zur Erneuerung der Hautmatrix verwenden. MSM liefert den Schwefel, den dein Körper benötigt, um die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein herzustellen – beides Schlüsselbausteine für die Disulfidbrücken, die Kollagen- und Keratinfasern ihre Stabilität verleihen.
Eine klinische Studie, die Kollagen, MSM und weitere hautaktive Nährstoffe kombinierte, fand signifikante Verbesserungen der Dermisdichte und anderer Hautparameter – stärker als bei Kollagen allein. Diese Ergebnisse legen nahe, dass MSM als Schwefeldonor die Effizienz der kollagenbasierten Hautregeneration steigern kann.
Das Prinzip: Baustoff + Werkzeug = maximale Wirkung
Kollagen gibt deinem Körper die Baumaterialien. MSM gibt ihm die Werkzeuge (Schwefel für enzymatische Prozesse + antioxidativer Schutz), um diese Materialien optimal zu verarbeiten und die fertige Hautmatrix vor Schäden zu schützen.
Ein weiteres überzeugendes Argument für die Kombination: Während Kollagenpeptide primär die Dermis-Struktur (tiefere Hautschicht) adressieren, stärkt MSM über Keratin zusätzlich die Epidermis (äußere Hautschicht) und verbessert die Hautbarriere. So profitiert jede Schicht deiner Haut von einem eigenen, gezielten Wirkstoff.
Dein evidenzbasiertes Anti-Aging-Protokoll
Basierend auf der analysierten Studienlage empfehlen wir folgendes Protokoll für optimale Hautergebnisse:
Morgens: 3 g MSM Pulver in Wasser oder Saft aufgelöst. MSM kann auf nüchternen Magen eingenommen werden und wird gut vertragen. Die Schwefelversorgung unterstützt die antioxidative Kapazität deines Körpers über den gesamten Tag.
Täglich (flexibel): 5–10 g Kollagen Peptide als Pulver in Smoothie, Kaffee oder Wasser. Alternativ: Marine-Kollagen-Kapseln oder trinkfertige Kollagen-Shots mit Hyaluronsäure für eine Rundum-Versorgung. Die Einnahmezeit spielt eine untergeordnete Rolle – Konsistenz ist wichtiger als Timing.
Dauer: Plane mindestens 12 Wochen für sichtbare Ergebnisse ein. Die Studienlage zeigt, dass die Effekte sich mit der Zeit aufbauen und bei manchen Parametern sogar nach dem Absetzen noch anhalten. Für langfristige Hautverjüngung ist eine dauerhafte Supplementierung am wirksamsten.
Ergänze dein Supplement-Protokoll mit ausreichend Vitamin C (Cofaktor der Kollagensynthese), UV-Schutz und einer antioxidantienreichen Ernährung. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn innere und äußere Hautpflege zusammenspielen.
Unsere Empfehlungen für dein Haut-Upgrade
Bei Ayuba Nutrition haben wir uns auf hochdosierte, reine Formulierungen spezialisiert, die den Anforderungen der aktuellen Studienlage gerecht werden. Hier findest du die passenden Produkte für jede Strategie:
Häufig gestellte Fragen
Beide wirken über unterschiedliche Mechanismen und ergänzen sich ideal. Kollagen liefert die direkten Bausteine für die Hautstruktur und verbessert nachweislich Feuchtigkeit, Elastizität und Faltentiefe. MSM liefert organischen Schwefel, der die körpereigene Kollagenproduktion unterstützt und als Antioxidans wirkt.
Klinische Studien zeigen signifikante Verbesserungen der Hautfeuchtigkeit und Elastizität ab 8 Wochen regelmäßiger Einnahme. Eine Meta-Analyse mit 1.721 Teilnehmern bestätigt diese Zeitspanne.
Klinische Studien zeigen Wirksamkeit bei 1–3 g pro Tag über mindestens 16 Wochen. Die Dosis-Response-Studie mit 63 Teilnehmern fand signifikante Verbesserungen bei Falten bereits bei 1 g täglich.
Das Fazit: MSM und Kollagen – zusammen unschlagbar
Die Frage „MSM oder Kollagen?" ist letztlich die falsche Frage. Die Wissenschaft zeigt klar: Beide Substanzen adressieren die Hautalterung über komplementäre Wege. Kollagen liefert die Bausteine, MSM die Werkzeuge und den Schutz. Wer nur eines der beiden einnimmt, verschenkt Potenzial.
Wenn du dich für den Einstieg entscheiden musst, beginne mit Kollagenpeptiden – die Evidenzbasis ist hier am stärksten und die Effekte treten oft schneller ein. Ergänze nach einigen Wochen MSM, um die antioxidative Kapazität zu steigern und deinem Körper den Schwefel zu liefern, den er für die optimale Verwertung des Kollagens benötigt.
Deine Haut ist das größte Organ deines Körpers. Sie verdient mehr als oberflächliche Pflege. Gib ihr, was sie von innen braucht – und die Ergebnisse werden sichtbar.
Studien & Quellen
- Muizzuddin N, Benjamin R. Beauty from within: Oral administration of MSM improves signs of skin ageing. Int J Vitam Nutr Res. 2020;90(5-6):453–462.
- PMC: Effects of MSM on UVB-induced Skin Damage: An Experimental Study in a Mouse Model. Anticancer Research, 2022. PMC9677794.
- Kim IW, Park WJ, Yun HY, Kim DS. MSM promotes melanogenesis via activation of JNK. Int J Cosmet Sci. 2024;46(6):918–926.
- PubMed: Nutraceutical based on Hyaluronic Acid, L-carnosine, and MSM in Facial Skin Aesthetics. J Clin Aesthet Dermatol. 2019;12(4):40–45.
- Pu SY et al. Effects of Oral Collagen for Skin Anti-Aging: A Systematic Review and Meta-Analysis. Nutrients. 2023;15(9):2080.
- Meta-Analyse: Collagen-based supplements on skin's hydration and elasticity. Indian J Dermatol Venereol Leprol. 2025.
- Evans M et al. Freshwater marine collagen on skin wrinkles and elasticity. J Cosmet Dermatol. 2021;20:825–834.
- Miyanaga M et al. Oral supplementation of collagen peptides improves skin hydration. Skin Pharmacol Physiol. 2021;34(3):115–127.
- BCP Sustained Effects on Skin Health: RCT, 77 participants. PMC, 2025. PMC12661388.
- ScienceDirect: 12-week dietary intake of collagen and MSM on dermis density. J Funct Foods. 2023.
- Butawan M, Benjamin RL, Bloomer RJ. Methylsulfonylmethane: Applications and safety. Nutrients. 2017;9(3):290.
- De Miranda RB et al. Effects of hydrolysed collagen supplementation on skin ageing: Meta-analysis. 2021.
- Proksch E et al. Oral intake of specific bioactive collagen peptides reduces skin wrinkles. Skin Pharmacol Physiol. 2014;27:113–119.
0 Kommentare