Florian Riemenschneider über Rückenschmerzen: Ursachen, Übungen & was wirklich hilft
Was die Schmerzforschung zeigt, warum Übungen allein nicht reichen — und wie ein Massage- und Bewegungstherapeut mit IFBB-Pro-Hintergrund das Problem grundlegend anders angeht.
aller Rückenschmerzen werden als unspezifisch klassifiziert. Keine eindeutige strukturelle Pathologie erklärt den Schmerz. Das heißt nicht „ohne Ursache" — sondern: die Ursache ist selten ein einzelnes kaputtes Gewebe.
Genau hier beginnt die Frage, die dieser Artikel beantwortet.
Wer ist Florian Riemenschneider
Florian Riemenschneider ist Massage- und Bewegungstherapeut aus Hamburg mit dem Schwerpunkt auf funktionaler Körperarbeit und ganzheitlicher Mobilität. Sein Studio in Altona verbindet manuelle Behandlung, Bewegungsanalyse und Wissen — mit dem Ziel, dass sich Menschen wieder sicher und frei bewegen können.
Der Unterschied zu vielen Therapeuten: Florian bringt praktische Erfahrung auf IFBB-Pro-Niveau im Bodybuilding mit. Jahrelange Wettkampfperiodisierung, Deep-Tissue-Arbeit, Nervensystem-orientierte Behandlung. Mit seinen Behandlungen und dem Online-Programm „Bewegungsfreiheit" begleitet er laut eigenen Angaben tausende Menschen — online und offline.
„Ich lese den Körper wie andere ein Buch. Intuitive Therapie, die funktioniert — körperlich und energetisch."
Alle Florian direkt zugeschriebenen Aussagen basieren auf seinen öffentlichen Primärquellen: florianriemenschneider.de, bewegungsfreiheit-programm.de, florianriemenschneider.com und der Ayuba-Partnerschaftsseite. Wissenschaftliche Einordnungen: unabhängige Recherche via PubMed, Cochrane, Lancet, aktuelle Leitlinien. Beides wird konsequent getrennt.
Was Florian über Rückenschmerzen tatsächlich sagt
Florians Materialien: Rückenschmerzen entstehen nicht isoliert im Rücken. Auf seiner Website schreibt er, dass er Beschwerden wie Rückenschmerzen, Nackenverspannungen, Kopfschmerzen oder Druckgefühle im Brustbereich nicht isoliert betrachtet — der Körper als zusammenhängendes System.
Sein zentrales Modell — dokumentiert in der „Rücken-Reset-Formel" und im Programm „Bewegungsfreiheit":
Verstehen → Spannung reduzieren → Sicherheit schaffen → Bewegung zurückgewinnen → Alltag integrieren → Belastbarkeit aufbauen.
„Schmerz entsteht dann nicht, weil etwas kaputt ist. Sondern weil dein Nervensystem versucht, dich zu schützen. Das ist gut gemeint, aber auf Dauer sehr erschöpfend."
In seinem Minikurs identifiziert Florian sieben Faktoren: Warnsystem-Prinzip, Alltagsbewegung, Regeneration und Schlaf, Mindset und Überzeugungen, Stressregulation, Ernährung und Entzündung, soziales Umfeld.
Ein Muster, das Florian beschreibt: Betroffene dehnen mehr, trainieren mehr, probieren Übungen aus, beißen sich durch — und landen trotzdem immer wieder bei den gleichen Beschwerden. Seine Alternative: kein Übungskatalog, sondern ein strukturiertes System. Sicherheit statt Druck.
Schmerz bedeutet nicht automatisch Schaden
Schmerz ist ein Schutzsignal des Nervensystems. Er entsteht im Gehirn, nicht im Gewebe. Das heißt nicht „eingebildet" — er ist real. Aber die Intensität korreliert nicht eins zu eins mit dem Grad eines Gewebeschadens. Ein Bandscheibenvorfall kann schmerzfrei bleiben. Eine Muskelirritation kann höllisch weh tun.
Schmerzintensität
Struktureller Befund
Aktuelle Schmerzforschung beschreibt Schmerz als multifaktorielles Geschehen — das biopsychosoziale Schmerzmodell (Engel, 1977; bestätigt in systematischen Reviews bis 2025). Basis aktueller Leitlinien: NVL Deutschland, NICE Großbritannien, WHO.
Dougherty & Beehler (2025, Frontiers in Musculoskeletal Disorders): Die Kombination von manueller Therapie mit verhaltensmedizinischen Ansätzen zeigt bei chronischen Rückenschmerzen bessere Ergebnisse als beide Methoden isoliert.
Starke EvidenzFlorians dokumentierte Position — Schmerz ist kein automatischer Beweis für Schaden — liegt im Kern des aktuellen Konsenses. Die Nuance: Gewebeschäden sind nicht irrelevant. Schmerz verarbeitet deutlich mehr Informationsquellen als den Zustand einer einzelnen Struktur.
Was Rückenschmerzen tatsächlich verursachen kann
Biologisch
Mechanische Überlastung (zu viel, zu schnell, zu einseitig), Dekonditionierung, Entzündungsprozesse, Schlafqualität, altersbedingte Veränderungen an Bandscheiben und Gelenken.
Psychologisch
Kinesiophobie (Angst vor Bewegung), Katastrophisieren, Depression, Stress, Überzeugungen über den eigenen Rücken („Mein Rücken ist instabil"), erlernte Hilflosigkeit.
Sozial
Arbeitsbelastung und -zufriedenheit, soziale Isolation, fehlende Unterstützung, Informationsumfeld (angstmachende Diagnosen ohne Kontext).
Systematischer Review (Wertli et al., 2014, Spine Journal): Fear-Avoidance-Überzeugungen bei subakuten Rückenschmerzen (4 Wochen bis 3 Monate) sind ein prognostischer Faktor für schlechte Outcomes — insbesondere Arbeitsunfähigkeit. Kinesiophobie betrifft geschätzt 51–72 % der Menschen mit chronischen Schmerzen und treibt Chronifizierung.
Starke EvidenzFlorians „Rücken-Reset-Formel" adressiert explizit sieben dieser Faktoren und deckt damit die drei Säulen des biopsychosozialen Ansatzes ab — auch wenn er den Fachbegriff nicht verwendet.
Belastung vs. Belastbarkeit
Hier liegt der wichtigste konzeptionelle Beitrag in Florians Arbeit: der Fokus auf Belastbarkeit statt nur Schmerzreduktion. Jeder Körper hat eine aktuelle Belastungstoleranz. Rückenschmerzen können entstehen, wenn die Belastung diese Toleranz überschreitet. Die Lösung: nicht Belastung dauerhaft vermeiden, sondern die Toleranz systematisch steigern.
Florians Programm „Bewegungsfreiheit" folgt einem klaren Aufbau: von Verständnis und Spannungsreduktion über kontrollierte Bewegung bis zu zunehmender Belastbarkeit. Das Ziel: ein Rücken, der wieder Bewegung toleriert, Alltag bewältigt, Stabilität entwickelt und zunehmende Belastung aushält.
Umbrella-Review (2025, JFMK) über 88 systematische Reviews: Bewegungstherapie zeigt bei Rückenschmerzen keine Verschlechterung in keiner Studie. Signifikante Schmerzreduktion in 83 % der Reviews. Graded Activity und Graded Exposure sind in RCTs belegt.
Starke EvidenzNervensystem, Stress und Schmerz
Florian beschreibt den Körper als „intelligentes Warnsystem": „Je mehr Signale gleichzeitig auf ‚Achtung' stehen, desto empfindlicher reagiert er." Die wissenschaftliche Entsprechung: zentrale Sensibilisierung — das Nervensystem verstärkt Schmerzsignale, auch wenn kein neuer Gewebeschaden vorliegt.
Stress: Chronischer psychosozialer Stress erhöht Schmerzempfindlichkeit. Scoping Review (2025, BMC Musculoskeletal Disorders): Arbeitsstress, fehlende Unterstützung und Isolation als signifikante Beiträge zur Chronifizierung.
Schlaf: Schlafmangel senkt die Schmerzschwelle messbar. Review (Finan et al., 2013, Sleep): bidirektionale Zusammenhänge — Schmerz stört Schlaf, gestörter Schlaf verstärkt Schmerz. Schlafforschung zeigt zusätzlich: chronischer Schlafmangel erhöht Cortisol, senkt Testosteron, beeinträchtigt Regeneration.
Starke EvidenzHaltung: Gibt es die „richtige" Haltung?
Direkte Antwort: Die Evidenz für eine einzelne „perfekte" Haltung, die Rückenschmerzen verhindert, ist schwach.
Umbrella-Review (Swain et al., 2019, Journal of Biomechanics): 41 systematische Reviews zum Zusammenhang Haltung/Sitzen/Beugen und Rückenschmerz. Ergebnis: kein Konsens über einen kausalen Zusammenhang.
JOSPT-Editorial (O'Sullivan et al., 2019): „There is no strong evidence that avoiding incorrect posture prevents low back pain." Curtin-University-Studien: kein starker Zusammenhang zwischen „guter" Haltung und Schmerzfreiheit.
Starke EvidenzPraktisch: Eine bequeme, regelmäßig variierte Haltung ist hilfreicher als zwanghafte Korrektur. Bewegungsvariation schlägt statische Perfektion. Florians Ansatz betont Alltagsbewegung statt Haltungskorrektur — konsistent mit der Forschungslage. Die Formulierung „Die beste Haltung ist die nächste Haltung" lässt sich keiner Florian-Primärquelle zuordnen.
MRT, Bandscheiben und strukturelle Befunde
„Ihre Bandscheibe ist vorgewölbt." Für viele klingt das nach Katastrophe. Die Datenlage:
Prävalenz nach Alter — alle Probanden asymptomatisch
Bandscheibenvorwölbungen (Protrusion) zeigten sich bei 29 % der schmerzfreien 20-Jährigen. Folge-Metaanalyse: bestimmte MRT-Befunde sind bei Schmerzpatienten häufiger — aber die Überlappung ist enorm. Eine Vorwölbung allein sagt wenig über Schmerz aus.
Starke Evidenz · Systematic ReviewMRT-Befunde sind nicht „bedeutungslos". Bei Nervenwurzelkompression mit neurologischen Ausfällen oder Cauda-equina-Syndrom sind sie diagnostisch entscheidend. Für die Mehrheit der unspezifischen Rückenschmerzen liefern sie allein keine zuverlässige Erklärung.
Warum Schonung eine Sackgasse ist
Strikte Bettruhe bei Rückenschmerzen ist medizinisch überholt. Die NVL empfiehlt ausdrücklich: aktiv bleiben, Bettruhe vermeiden.
Umbrella-Review (2025, JFMK), 88 systematische Reviews: keine einzige Studie zeigte Verschlechterung durch Bewegungstherapie. Konsistente Effekte: Schmerzreduktion, verbesserte Funktion, reduzierte Behinderung. Bewegung wirkt mindestens so gut wie Bettruhe — mit besserer Langzeitprognose.
Starke Evidenz · Umbrella ReviewFlorians Beschreibung des Teufelskreises: Schmerz → Angst → Schonung → Dekonditionierung → erhöhte Empfindlichkeit → noch mehr Schonung. Sein Programm führt schrittweise zurück zu kontrollierter Bewegung. „Sicherheit statt Druck" — nicht sofort Vollbelastung, aber konsequent keine passive Vermeidung.
Dehnen, Mobility oder Krafttraining
Netzwerk-Metaanalyse im Lancet (Owen et al., 2020): 22 Übungsformen bei chronischem LBP verglichen.
| Übungsform | Evidenz vs. Usual Care | Stärke |
|---|---|---|
| Kräftigung | Signifikant überlegen | Stark |
| Stabilisation | Signifikant überlegen | Stark |
| Aerobe Aktivität | Signifikant überlegen | Stark |
| Dehnung | Signifikant überlegen | Moderat |
| Extensions | Signifikant überlegen | Moderat |
Keine einzelne „beste" Übungsform. Kräftigung und Stabilisation stärkste Evidenz. Wer nur dehnt: kurzfristige Spannungsreduktion, keine Belastbarkeit. Wer nur Kraft trainiert: ignoriert Mobilitätseinschränkungen. Aktuelle Empfehlung: Kombination, individuell angepasst.
Bewegungsprotokoll
Nicht „Florians Übungen". Sportwissenschaftlich und physiotherapeutisch zu den beschriebenen Prinzipien passende Bewegungen. Keine pauschale Empfehlung — individuelle Anpassung entscheidend.
Rücken langfristig belastbarer machen
Das Ziel ist nicht Schmerzfreiheit als Endzustand, sondern Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit trotz gelegentlicher Beschwerden.
Phase 1 — Verständnis. Schmerz einordnen. Bedrohliche Diagnosen kontextualisieren. Bewegung als sicher etablieren.
Phase 2 — Spannungsreduktion. Manuelle Therapie, leichte Mobilisation, Alltagsbewegung steigern. Schlaf und Stress adressieren.
Phase 3 — Kräftigung. Stabilisationsübungen, dann progressive Kräftigung mit steigendem Widerstand. Belastungstoleranz systematisch erhöhen.
Phase 4 — Integration. Alltagsbewegung, regelmäßiges Training, Stressmanagement als dauerhafte Gewohnheiten. Lebensstil, nicht Therapie.
Florians „Bewegungsfreiheit": 36 Lektionen in 6 Modulen — von Verständnis über Spannungsreduktion und Bewegung bis Stabilität und Belastbarkeit. Exakt dieser Phasenaufbau.
Das Strong-Back-Paradox
Warum starke Rücken trotzdem schmerzen — und was Bodybuilder von Florians Ansatz lernen können.
Florian ist nicht nur Therapeut — er hat Erfahrung auf IFBB-Pro-Niveau. Schwere Kniebeugen, Kreuzheben, Wettkampfdiäten, konstanter Druck auf die Wirbelsäule. Das macht diesen Guide anders.
Stark ≠ schmerzfrei
Ein Paradox, das viele Kraftsportler kennen: der Rücken ist objektiv stark und tut trotzdem weh. Im biopsychosozialen Modell kein Widerspruch. Muskelkraft ist ein Faktor — aber nicht der einzige. Trainingsbelastung, Erholungskapazität (Schlafqualität, Stresslevel), Bewegungsvariation und psychologische Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle.
Durch Schmerzen trainieren?
Leichtes Unbehagen, das sich danach nicht verschlechtert: in der Regel tolerierbar. Schmerz, der zunimmt oder danach stärker wird: Signal zur Modifikation. Range of Motion reduzieren, Gewicht senken, Variante wechseln. Nicht eliminieren — die Dosis anpassen.
Was Kraftsportler mitnehmen können
Bewegungsvariation statt Monotonie. Identische Muster unter hoher Last erhöhen Überlastungsrisiko. Variation (Griff, Stance, Tempo, ROM) steigert Gesamtbelastbarkeit.
Mobility ≠ Widerspruch zu Kraft. Hüftmobilität, Thoraxrotation, segmentale Beweglichkeit schaffen die Voraussetzung für sichere Kraftentwicklung unter Last.
Regeneration ist Training. Schlaf, Stressmanagement, Ernährung beeinflussen Belastungstoleranz direkt. 6 Stunden Schlaf und Dauerstress = weniger Puffer für hohe Last.
Langfristige Belastbarkeit > kurzfristiger PR. Ein Rücken, der über Jahre trainierbar bleibt, schlägt einen, der alle 6 Monate in die akute Schmerzphase gerät.
Mehr zur Supplementierung für Kraftsportler und der aktuellen Longevity-Forschung im German Longevity Institute.
Evidenz-Check: Florians Ansatz vs. Forschungsstand
| These | Wissenschaftliche Einordnung | Evidenz |
|---|---|---|
| Schmerz ≠ Gewebeschaden | Kern des BPS-Modells. Basis NVL, NICE, WHO. | Stark |
| Nervensystem/Stress → Schmerz | Zentrale Sensibilisierung gut dokumentiert. | Stark |
| Bewegung statt Schonung | Konsens in Leitlinien und Umbrella-Reviews. | Stark |
| Progressive Belastbarkeit | Graded Activity in RCTs belegt. | Stark |
| Schlaf → Schmerzempfindlichkeit | Bidirektional bestätigt (Finan et al., 2013). | Stark |
| Mindset → Schmerzerleben | Fear Avoidance als Prognosefaktor (Wertli, 2014). | Stark |
| Manuelle Therapie als Einstieg | Kurzfristig effektiv; langfristig am besten kombiniert mit Bewegung. | Moderat |
| Ernährung → Schmerzempfindlichkeit | Plausibel, spezifische LBP-Evidenz begrenzt. | Schwach–Moderat |
| Soziales Umfeld → Schmerz | Risikofaktor in Scoping Reviews (2025). Interventionsstudien begrenzt. | Moderat |
Die Kernthesen — Schmerz als Systemphänomen, Bewegung statt Schonung, progressive Belastbarkeit, multifaktorielle Betrachtung — stimmen mit dem wissenschaftlichen Konsens überein. Bei einzelnen Faktoren (Ernährung, soziales Umfeld) schwächere spezifische Evidenz, aber biologische Plausibilität gegeben. Kein Widerspruch, kein identischer Deckungsgrad überall.
Einstiegsroutine
Keine Therapie-Verschreibung. Einstiegspunkt auf Basis der beschriebenen Prinzipien. Bei akuten Beschwerden: professionelle Beurteilung.
Mobilisation
Cat-Cow (10× langsam). Hüftbeuger-Stretch (30 s/Seite). 90/90-Hüftrotation (5/Seite). Rücken sanft in Bewegung bringen, nicht bis zum Schmerz dehnen.
McGill Big 3
Modified Curl-Up, Side Plank, Bird Dog. Jeweils 3 Sätze, 8 s halten. Pyramide: 6-4-2 Wiederholungen pro Übung.
Kräftigung
Hip Hinge 3×10. Goblet Squat 3×10. Rudern 3×10. Farmers Walk 2×30 s. Progression: Gewicht oder Wiederholungen wöchentlich leicht steigern.
Alltagsbewegung
Nicht das Training entscheidet, sondern die 16 Stunden dazwischen. Regelmäßig aufstehen, Treppen nutzen, Positionen variieren. Grundzustand, nicht Sport.
Häufige Fehler
Zu viel, zu schnell. Nach einer Schmerzphase sofort mit dem alten Trainingsgewicht. Belastungstoleranz braucht Zeit.
Nur passive Behandlung. Massage und Faszienrollen ohne aktive Komponente — temporärer Effekt. Florian kombiniert deshalb manuelle Behandlung mit Eigenübungen.
Angst vor Bewegung. Der Glaube, der Rücken sei „kaputt", führt zur Vermeidung. Stärkster Prädiktor für Chronifizierung.
MRT-Befund als Urteil. Ein Bandscheibenvorfall im MRT kann asymptomatisch sein. Diagnose allein ≠ Prognose.
Isolierte Symptombehandlung. Nur den Rücken behandeln, während Schlaf, Stress und Bewegungsmangel unverändert bleiben.
Nie die Belastung steigern. Dauerhaft Low-Level-Übungen ohne Progression = keine Belastbarkeit.
Red Flags: Sofort zum Arzt
- Blasen-/Darmstörungen: Taubheit im Genitalbereich, Inkontinenz, Harnverhalt → mögliches Cauda-equina-Syndrom (Notfall)
- Progrediente neurologische Ausfälle: Zunehmende Muskelschwäche in Bein oder Fuß, Fußheberschwäche
- Schmerzen nach schwerem Trauma: Sturz, Unfall, Aufprall
- Unerklärlicher Gewichtsverlust in Kombination mit Rückenschmerzen
- Fieber in Kombination mit Rückenschmerzen
- Nachtschmerz, durch keine Position beeinflussbar, stetig zunehmend
- Bekannte Tumorerkrankung oder Osteoporose mit neuen Rückenschmerzen
Betrifft einen kleinen Anteil aller Rückenschmerz-Patienten, erfordert aber sofortige Diagnostik. Im Zweifel: lieber einmal zu viel.
Häufig gestellte Fragen
Was macht Florian Riemenschneider genau?
Hilft Krafttraining bei Rückenschmerzen?
Soll ich mich bei Rückenschmerzen schonen?
Was bedeutet ein Bandscheibenvorfall im MRT?
Ist Florian Riemenschneider Physiotherapeut?
Kann Stress Rückenschmerzen verursachen?
Welche Übungen helfen am besten bei Rückenschmerzen?
Was kostet eine Behandlung bei Florian Riemenschneider?
- Brinjikji W, Luetmer PH, Comstock B et al. Systematic literature review of imaging features of spinal degeneration in asymptomatic populations. AJNR. 2015;36(4):811–816.
- Brinjikji W, Diehn FE, Jarvik JG et al. MRI findings of disc degeneration are more prevalent in adults with low back pain than in asymptomatic controls. AJNR. 2015;36(12):2394–2399.
- Wertli MM et al. Fear-avoidance beliefs — a moderator of treatment efficacy in patients with low back pain. Spine J. 2014;14(11):2658–2678.
- Wertli MM et al. The role of fear avoidance beliefs as a prognostic factor for outcome in patients with nonspecific low back pain. Spine J. 2014;14(5):816–836.
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Florian-Primärquellen: florianriemenschneider.de · bewegungsfreiheit-programm.de · florianriemenschneider.com · ayubanutrition.de/blogs/evolve-daily/ifbb-pro-florian-riemenschneider-wird-offizieller-partner-von-ayuba-nutrition
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