Vitamin C + Magnesium: Synergie, Wirkung & Dosierung

Vitamin C + Magnesium: Synergie, Wirkung & Dosierung
Autor Ayuba Langer Veröffentlicht von Ayuba Nutrition Kategorie German Longevity Institute
Meta / RCT / Review Informational Zuletzt geprüft: Februar 2026
Evidenzbasierter Deep Dive
Vitamin C + Magnesium
Synergie, Verträglichkeit und systemische Effekte auf Stress, Regeneration, Muskelfunktion und Longevity
12 primäre Quellen - 3 Meta-Analysen / Syst. Reviews - 4 RCTs
Alt: Hero-Panel Vitamin C Magnesium Synergie - Wissenschaftsbasierter Überblick
TL;DR - Direktantwort

Vitamin C und Magnesium wirken über unterschiedliche, aber komplementäre Mechanismen auf Stressachsen, Kollagensynthese, Muskelfunktion und Immunregulation. Die Kombination kann die Magenverträglichkeit verbessern (Ascorbat-Pufferung), Cortisol-Recovery beschleunigen und über NMDA-Modulation sowie antioxidative Pfade zur systemischen Resilienz beitragen - vorausgesetzt, Dosierung und Form sind individuell abgestimmt.

Ascorbinsäure Magnesiumglycinat Magnesiumascorbat Cortisol HPA-Achse NMDA-Rezeptor Prolylhydroxylase Kollagensynthese Elektrolyt-Balance Stressresilienz DOMS Redox-Balance ATP-Kofaktor GABA
SERP Block: Definition

Was ist die Vitamin-C-Magnesium-Synergie?

Vitamin C (Ascorbinsäure) und Magnesium sind essenzielle Mikro­nährstoffe, die über getrennte biochemische Pfade wirken, sich aber in mehreren Systemen ergänzen: Vitamin C ist Kofaktor für Kollagen-Hydroxylierung und Katecholaminsynthese, während Magnesium als Kofaktor für über 300 Enzyme und als natürlicher NMDA-Antagonist im Nervensystem fungiert. Die gleichzeitige Einnahme kann die Magenverträglichkeit erhöhen (pH-Pufferung) und parallele Stressachsen modulieren.

Alt: Definition Vitamin C Magnesium Synergie - Featured Snippet Card

Kennzahlen auf einen Blick

-8 bis -14%
Erkältungsdauer (Vitamin C)
Hemilä & Chalker, Cochrane 2013
5/7 Studien
Mg reduziert Angst-Scores
Bray et al., Cureus 2024
~35%
Cortisol-Reduktion (1g Vit C, 2 Mon.)
Alshammari, Eur J Mol Clin Med 2023
2,4 Mrd.
Menschen mit Mg-Unterversorgung
Passarelli et al., Lancet Glob Health 2024
300+
Enzymreaktionen mit Mg-Beteiligung
de Baaij et al., Physiol Rev 2015
8-fach
Kollagensynthese-Steigerung (Vit C in vitro)
Murad et al., PNAS 1981
Alt: Key Metric Grid - 6 Kennzahlen Vitamin C Magnesium

Studien-Snapshot: Kernquellen

Meta
Hemilä & Chalker 2013/2023
Cochrane / BMC Public Health. n=11.306 (Inzidenz), 9.745 Episoden (Dauer). Vitamin C reduziert Erkältungsdauer um 8% (Erwachsene), 14% (Kinder). Schwere Symptome: -15%.
Syst. Review
Boyle et al. 2017
Nutrients. 18 Studien. Mg-Supplementation zeigt Hinweise auf Angst-Reduktion, besonders bei vorbestehender Vulnerabilität.
RCT
Brody et al. 2002
Psychopharmacology. n=120, 14 Tage. 3x1000 mg Vitamin C vs. Placebo. Signifikant schnellere Cortisol-Recovery und niedrigerer Blutdruck nach TSST.
RCT
Moon et al. 2020
Korean J Anesthesiol. n=120. Kombination MgSO4 + Vitamin C senkt postoperativen Schmerz signifikant stärker als Einzelgabe.
Review
Carr & Maggini 2017
Nutrients. Vitamin C unterstützt angeborene und adaptive Immunität: Barrierefunktion, Neutrophilen-Chemotaxis, Antioxidans-Schutz.
Cochrane
Garrison et al. 2020
Cochrane. 11 RCTs, n=735. Mg gegen Krämpfe bei älteren Erwachsenen: kein signifikanter Effekt. Schwangerschaft: uneinheitlich.
Alt: Study Snapshot Row - 6 Kernstudien mit Evidenztyp und Stichprobe

Stressphysiologie: Cortisol, HPA-Achse und Neuromodulation

Die Nebennieren zählen zu den Organen mit der höchsten Vitamin-C-Konzentration im Körper. Vitamin C ist ein essenzieller Kofaktor für die Synthese von Katecholaminen (Adrenalin, Noradrenalin) und beeinflusst die Cortisol-Freisetzung. Magnesium wirkt komplementär als natürlicher NMDA-Rezeptor-Antagonist und moduliert die GABAerge Hemmung im ZNS.

Vitamin C (3 g/Tag, 14 Tage)
Schnellere Cortisol-Recovery
+ niedrigerer systolischer BD (-8 mmHg vs. Placebo) nach akutem Stresstest (TSST)
Magnesium (300 mg/Tag, 8 Wochen)
-42% Stress-Score (DASS-42)
~50% der Teilnehmer kehrten zu normalen Stresswerten zurück

Alt: Delta Comparison Panel - Vitamin C Cortisol Recovery vs Magnesium Stress-Score

Wie greifen beide Mechanismen ineinander?

Vitamin C moduliert die akute Stressantwort (Cortisol-Peak und -Recovery), während Magnesium als tonischer Regulator im Nervensystem wirkt (NMDA-Blockade, GABA-Verstärkung). Ein RCT (Alshammari 2023, n=69) zeigte, dass 1000 mg Vitamin C täglich über 2 Monate die Cortisol-Spiegel bei chronisch gestressten Frauen um ca. 35% senkte.

Cortisol-Recovery
Vit C
Subjektiver Stress
Vit C + Mg
Angst-Reduktion
Mg
Schlafqualität
Mg
Blutdruck (akut)
Vit C

Alt: Trend Bars - Relative Effektstärke Vitamin C und Magnesium auf Stressparameter

"In meiner Arbeit mit stressbelasteten Klienten beobachte ich, dass die Kombination von Vitamin C und Magnesium subjektiv schneller zu einer spürbaren Entspannung führt als Einzelgaben. Das ist keine Studie, sondern Praxisbeobachtung - die Datenlage zeigt aber mechanistisch plausible Gründe dafür." - Ayuba Langer

Kollagen, Bindegewebe und Haut

Vitamin C ist ein essenzieller Kofaktor für Prolylhydroxylase und Lysylhydroxylase - zwei Schlüsselenzyme der Kollagensynthese. Ohne ausreichend Vitamin C entsteht instabiles Kollagen (klinisch sichtbar als Skorbut). Magnesium ist als ATP-Kofaktor indirekt an der Energiebereitstellung für Proteinbiosynthese beteiligt.

SERP Block: Kollagen-Synthese-Schritte

5 Schritte der Kollagensynthese (vereinfacht)

1Aminosäuren (Glycin, Prolin, Lysin) werden zu Prokollagen assembliert
2Vitamin C aktiviert Prolyl- und Lysylhydroxylase (Hydroxylierung)
3Hydroxyprolin stabilisiert die Triple-Helix-Struktur
4Magnesium-abhängiges ATP liefert Energie für Proteinbiosynthese und Sekretion
5Reife Kollagenfibrillen werden in die extrazelluläre Matrix eingebaut
Alt: 5-Schritte-Liste Kollagensynthese mit Vitamin C und Magnesium Rolle

In-vitro-Studien zeigen, dass Vitamin C die Kollagenproduktion in humanen Hautfibroblasten um das bis zu 8-Fache steigern kann (Murad et al. 1981, PNAS). Ein Tiermodell (Zheng et al. 2020, Biomaterials) wies darauf hin, dass die Kombination von Magnesium und Vitamin C synergistisch TNF-alpha-Expression und oxidativen Schaden im Knochengewebe reduzieren kann.

B
Konfidenz: Moderat. Die Rolle von Vitamin C als Kollagen-Kofaktor ist biochemisch gesichert. Die Synergie mit Magnesium ist mechanistisch plausibel, aber primär in präklinischen Modellen gezeigt. Humandaten zur Kombination in Bezug auf Haut/Bindegewebe fehlen weitgehend.

Muskel, Training und Regeneration

Magnesium ist essenziell für Muskelkontraktion und -relaxation (Ca/Mg-Verhältnis), ATP-Bereitstellung und Elektrolyt-Balance. Vitamin C kann als Antioxidans belastungsinduzierten oxidativen Stress reduzieren und die Cortisol-Antwort auf intensives Training abschwächen.

Evidenz-Bilanz: Training und Muskel

+
Muskelkater (DOMS): Systematischer Review (Tarsitano et al. 2024, J Transl Med, 4 Studien): Mg-Supplementation reduzierte Muskelkater, verbesserte Recovery und zeigte protektiven Effekt auf Muskelschäden-Marker.
+
Cortisol nach Ultramarathon: Peters et al. 2001 (Int J Sports Med): 1500 mg Vitamin C/Tag senkten Post-Race-Cortisol signifikant vs. Placebo und 500 mg.
+
Mg-Bedarf bei Sportlern: Athleten benötigen schätzungsweise 10-20% mehr Magnesium als Nicht-Sportler (Tarsitano et al. 2024).
!
Krämpfe: Cochrane Review (Garrison et al. 2020, 11 RCTs, n=735): Magnesium zeigte keinen klinisch bedeutsamen Effekt auf idiopathische Krämpfe bei älteren Erwachsenen. Evidenz für Schwangerschaftskrämpfe: uneinheitlich.
!
Antioxidantien-Paradox: Sehr hohe Vitamin-C-Dosen könnten theoretisch trainingsinduzierten Anpassungssignalen entgegenwirken. In der Praxis bei Dosierungen bis 1 g/Tag kein Problem.
Alt: Risk-Benefit Ladder - Evidenzlage Training Muskel Vitamin C Magnesium
Null-Effekt: Magnesium und idiopathische Krämpfe

Der Cochrane Review von Garrison et al. (2020) zeigt mit moderater Evidenzsicherheit, dass Magnesium bei älteren Erwachsenen mit idiopathischen Krämpfen keinen klinisch bedeutsamen Effekt hat. Keine RCTs zu belastungsassoziierten Krämpfen vorhanden. Die populäre Annahme "Magnesium gegen Krämpfe" ist damit nicht robust belegt.

Immunsystem: Evidenz ohne Overhype

Vitamin C reichert sich in Phagozyten (z.B. Neutrophilen) an und kann Chemotaxis, Phagozytose und ROS-Produktion unterstützen (Carr & Maggini 2017). Magnesium ist Kofaktor für die Vitamin-D-Aktivierung, die ihrerseits Immunzell-Funktionen reguliert.

SERP Block: Vergleichstabelle
Vitamin C vs. Magnesium: Immunrelevante Effekte
BarrierefunktionVit C: Epithelschutz, Antioxidans | Mg: indirekt (via Vit D)
Neutrophilen-FunktionVit C: direkte Akkumulation + Chemotaxis | Mg: nicht belegt
EntzündungsmodulationVit C: ROS-Scavenging | Mg: NF-kB-Hemmung (präklinisch)
ErkältungsdauerVit C: -8% Erwachsene, -14% Kinder (Cochrane) | Mg: nicht untersucht
ErkältungsinzidenzVit C: kein Effekt allgemein (RR 0.97); -52% bei extremer körperl. Belastung | Mg: n/a
Alt: Vergleichstabelle Immun-Effekte Vitamin C vs Magnesium
Heterogenität: Erkältungsprophylaxe

Die Cochrane-Analyse (Hemilä & Chalker 2013) zeigt: Vitamin C reduziert die Erkältungs-Inzidenz in der Allgemeinbevölkerung NICHT signifikant (RR 0.97). Allerdings halbierte regelmäßige Vitamin-C-Einnahme die Erkältungshäufigkeit bei Personen unter extremer körperlicher Belastung (Marathonläufer, Soldaten; RR 0.48). Die Dauer wurde konsistent um 8% (Erwachsene) bzw. 14% (Kinder) verkürzt. Die Schwere wurde um ca. 15% reduziert (Hemilä & Chalker 2023, BMC Public Health).

Mechanismus-Map: Wie Vitamin C und Magnesium systemisch wirken

Vitamin C
Elektronendonor
Kollagen-Hydroxylierung
Prolyl/Lysylhydroxylase
Stabiles Kollagen
Haut, Sehnen, Knochen
Vitamin C
Katecholamin-Synthese
Nebenniere
Cortisol-Modulation
Recovery nach Stress
Magnesium
Kofaktor, NMDA-Block
GABA-Verstärkung
+ Ca-Kanal-Regulation
Neuromuskuläre Relaxation
Schlaf, Muskel, Stress
Magnesium
ATP-Stabilisierung
300+ Enzyme
Energiemetabolismus
Glykolyse, Proteinsynthese
Alt: Mechanism Flow Map - 4 Pfade Vitamin C und Magnesium im Körper

Evidenz-Skala und Konfidenz-Bewertung

Vitamin C und Stress/Cortisol Moderat-Stark

SchwachStark
Magnesium und Angst/Stress Moderat

SchwachStark
Vitamin C und Erkältungsdauer Stark (Cochrane)

SchwachStark
Vitamin C als Kollagen-Kofaktor Gesichert (Biochemie)

SchwachStark
Synergie Vit C + Mg (klinisch) Begrenzt

SchwachStark
Mg gegen Krämpfe (ältere Erwachsene) Nicht belegt (Cochrane)

SchwachStark
Alt: Evidence Strength Scale - 6 Claims mit Evidenzbewertung von Schwach bis Stark
Limitations

Die meisten Studien untersuchen Vitamin C und Magnesium isoliert. Klinische Daten zur Kombination sind auf wenige RCTs beschränkt (z.B. Moon et al. 2020 für Schmerzmanagement). Viele Mg-Studien haben kleine Stichproben, heterogene Designs und unterschiedliche Formulierungen. Die In-vitro- und Tierdaten zur Synergie (Kollagen, Osteonekrose, OA) sind nicht direkt auf orale Supplementation übertragbar. Serum-Magnesium bildet nur ~1% des Körper-Magnesiums ab und ist kein zuverlässiger Marker für den Gesamtstatus.

Disclaimer: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Die dargestellten Informationen dienen der Wissensvermittlung und nicht der Selbstdiagnose oder -behandlung. Bei bestehenden Erkrankungen, Medikamenteneinnahme oder Schwangerschaft vor Supplementation einen Arzt konsultieren. Alle Aussagen beziehen sich auf Nahrungsergänzungsmittel, nicht auf Arzneimittel. EFSA-Health-Claims: Vitamin C trägt zur normalen Kollagenbildung und Funktion des Immunsystems bei. Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion, Elektrolytbalance und Verringerung von Müdigkeit bei.

Praxisprotokoll: Dosierung, Timing und Formen

Dosierungs-Ladder


Vitamin C: 200-500 mg/Tag
Basisversorgung. Erreicht nahezu Sättigungsplasmaspiegel (~70 µmol/L). Für die meisten Menschen ausreichend.

Vitamin C: 500-1000 mg/Tag
Performance-Bereich. Split-Dose empfohlen (morgens + mittags). Zeigt Effekte auf Cortisol-Recovery in RCTs.

Magnesium: 200-400 mg elementar/Tag
RDA-Bereich (Männer 400-420 mg, Frauen 310-320 mg). Sportler ggf. 10-20% mehr. Abends für Schlafunterstützung.

UL: Vitamin C 2000 mg | Magnesium (Supplement) 350 mg
Tolerable Upper Intake Level (Supplement-Mg bezieht sich nur auf supplementäre Zufuhr, nicht Nahrung). Höhere Vit-C-Dosen können GI-Beschwerden verursachen.
Alt: Dose Ladder - Dosierungsstufen Vitamin C und Magnesium mit UL-Grenze

GI-Toleranz: Ascorbinsäure vs. Ascorbat-Formen


Ascorbinsäure (pH ~2.5) Magnesiumascorbat (pH ~6.5) UL (GI-Risiko steigt)

Magnesiumascorbat kombiniert beide Nährstoffe in einer gepufferten Form mit höherem pH-Wert, was die Magenverträglichkeit verbessern kann. Alternativ: Vitamin C als Calciumascorbat oder Natriumascorbat + separates Magnesiumglycinat.

Alt: Threshold Marker - pH-Skala Ascorbinsäure bis gepufferte Formen

Timing-Protokoll

Morgens mit Frühstück
250-500 mg Vitamin C. Unterstützt Cortisol-Modulation im Tagesverlauf. Mit Nahrung für bessere Verträglichkeit.
Mittags / Pre-Workout (optional)
Zweite Vitamin-C-Dosis bei höherer Gesamtdosis. Split-Dosierung verbessert Absorption (Sättigungskinetik von SVCT).
Abends mit Abendessen
200-400 mg Magnesium (Glycinat oder Citrat). Unterstützt Schlafqualität und nächtliche Muskelrelaxation.
Aufbauphase: 4-8 Wochen
Magnesiumstatus baut sich über Wochen auf. Stresseffekte (Cortisol, subjektiver Stress) zeigen sich in RCTs nach 2-8 Wochen.
Alt: Practical Protocol Stepper - 4 Schritte Timing Vitamin C Magnesium

Häufige Fehler

Gesamte Dosis auf einmal
Mehr als 500 mg Vitamin C auf einmal senkt die Absorptionsrate deutlich (SVCT-Sättigung). Split-Dose ist effizienter.
MgO als einzige Form
Magnesiumoxid hat die niedrigste Bioverfügbarkeit. Glycinat, Citrat oder Malat werden besser resorbiert und sind magenfreundlicher.
Sofortwirkung erwarten
Magnesium braucht 4-8 Wochen zur Statusauffüllung. Vitamin-C-Effekte auf Stress sind teils nach 2 Wochen sichtbar (Brody 2002), Immuneffekte benötigen regelmäßige Einnahme.
Krämpfe = automatisch Mg-Mangel
Der Cochrane Review zeigt: Mg-Supplementation ist bei idiopathischen Krämpfen nicht wirksam (Garrison 2020). Ursachenabklärung wichtiger als Supplementation.
Alt: Common Mistakes Cards - 4 häufige Fehler bei Vitamin C und Magnesium Supplementation

Formen-Entscheidung: Welches Präparat passt?

Entscheidungsmatrix: Vitamin-C- und Magnesium-Formen
MagnesiumascorbatKombination beider Nährstoffe, gepuffert (pH ~6.5), magenfreundlich. Ideal für empfindliche Personen.
MagnesiumglycinatHohe Bioverfügbarkeit, beruhigend (Glycin). Ideal abends. Separat mit Vitamin C kombinierbar.
MagnesiumcitratGute Resorption, kann bei höheren Dosen stuhlauflockernd wirken. Gut für Personen mit Obstipation.
Ascorbinsäure (pur)Günstig, gut untersucht, aber sauer (pH ~2.5). Kann bei empfindlichem Magen Beschwerden verursachen.
MagnesiumoxidNiedrigste Bioverfügbarkeit (~4%), hoher Elementar-Mg-Anteil. Primär laxierend. Nicht empfohlen zur Statusauffüllung.
Alt: Decision Tree - Vergleich Magnesium- und Vitamin-C-Formen nach Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit

"In der Formulierung unserer Produkte setzen wir auf Magnesiumascorbat als Basis, da es beide Nährstoffe in einer verträglichen, gepufferten Form liefert. Für höheren Magnesium-Bedarf ergänzen wir mit Glycinat. Diese Wahl basiert auf Verträglichkeitsdaten und Kundenfeedback über 3 Jahre." - Ayuba Langer

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Häufig gestellte Fragen aus der Community

Kann ich Vitamin C und Magnesium gleichzeitig nehmen?Ja. Beide konkurrieren nicht um Absorptionswege. Magnesiumascorbat kombiniert beide in einer Form.
Welches Magnesium abends für Schlaf?Magnesiumglycinat wird am häufigsten empfohlen, da Glycin selbst beruhigend wirken kann. Studienlage: vielversprechend, aber klein.
Wann merke ich einen Effekt?Vitamin-C-Stresseffekte: ab ca. 2 Wochen (Brody 2002). Magnesium-Statusauffüllung: 4-8 Wochen. Langfristig konsistent einnehmen.
Ist 1000 mg Vitamin C zu viel?Der UL liegt bei 2000 mg/Tag. 1000 mg sind sicher, aber Split-Dose erhöht die Nutzung. In RCTs wurden 3000 mg ohne ernsthafte Nebenwirkungen gegeben.
Hilft Magnesium wirklich gegen Krämpfe?Laut Cochrane Review (2020): bei älteren Erwachsenen nicht signifikant. Bei Schwangeren uneinheitlich. Populäre Annahme ist nicht robust belegt.
Brauche ich als Sportler mehr Magnesium?Schätzungsweise 10-20% mehr als Nicht-Sportler (Tarsitano 2024). Schwitzen, erhöhter ATP-Umsatz und Stressantwort erhöhen den Bedarf.
Beeinflusst Vitamin C die Eisenaufnahme?Ja, positiv. Vitamin C fördert die nicht-hämgebundene Eisenabsorption. Relevant bei pflanzlicher Ernährung.
Kann zu viel Vitamin C Nierensteine verursachen?Bei Personen mit Neigung zu Oxalatsteinen: theoretisches Risiko bei > 1000 mg/Tag. Für die Allgemeinbevölkerung: kein erhöhtes Risiko bei normalen Dosen.
Aktualisierungsintervall: alle 6 Monate (nächstes Update: August 2026)
Stressresilienz: moderat belegt Kollagen-Kofaktor: biochem. gesichert Erkältungsdauer: Cochrane-belegt Synergiedaten: begrenzt Angst-Reduktion: vielversprechend Krämpfe: nicht belegt (Cochrane) DOMS: wenige Studien, positiv

FAQ: Vitamin C + Magnesium

Gibt es eine direkte Synergie zwischen Vitamin C und Magnesium?
Ja, aber primär mechanistisch und präklinisch belegt. Ein RCT (Moon et al. 2020) zeigte, dass die Kombination von MgSO4 und Vitamin C postoperative Schmerzen stärker senkte als Einzelgaben. Eine NHANES-Analyse (Zheng et al. 2023) fand eine Interaktion beider Nährstoffe auf die Nierenfunktion (eGFR). Große klinische Studien zur oralen Kombinations-Supplementation fehlen.
Kann Vitamin C den Cortisolspiegel senken?
Hinweise dafür: Ein RCT (Brody et al. 2002, n=120) zeigte schnellere Cortisol-Recovery nach akutem Stress mit 3 g Vitamin C/Tag. Alshammari (2023, n=69) berichtete eine Cortisol-Reduktion um ca. 35% über 2 Monate bei 1 g/Tag bei chronisch gestressten Frauen. Peters et al. (2001) fanden niedrigere Post-Race-Cortisol-Werte bei 1500 mg/Tag nach einem 90-km-Ultramarathon.
Wie wirkt Magnesium im Nervensystem?
Magnesium blockiert den NMDA-Rezeptor (spannungsabhängig), was exzitatorische Signalwege dämpft. Gleichzeitig kann es die GABAerge Hemmung verstärken. Ein systematischer Review (Boyle et al. 2017, 18 Studien) fand Hinweise auf Angst-Reduktion bei vulnerablen Populationen. Eine Meta-Analyse (Moabedi et al. 2024) zeigte signifikante Effekte auf Depressions-Scores (SMD: -0.919).
Welche Vitamin-C-Dosis ist für die Immunfunktion relevant?
Laut Cochrane (Hemilä & Chalker 2013): Regelmäßige Einnahme ab 200 mg/Tag reduziert Erkältungsdauer um 8% (Erwachsene), 14% (Kinder). Bei extremer körperlicher Belastung halbiert sich die Inzidenz (RR 0.48). Carr & Maggini (2017) empfehlen mindestens 100-200 mg/Tag zur Sicherstellung ausreichender Plasmaspiegel.
Ist Magnesiumoxid eine gute Wahl?
Nein, für die Statusauffüllung nicht empfohlen. Die Bioverfügbarkeit liegt bei nur ca. 4%. Es wird primär als Laxans genutzt. Glycinat, Citrat, Malat oder Magnesiumascorbat sind deutlich besser resorbierbar.
Verbessert Magnesium die Vitamin-C-Verträglichkeit?
Ja, indirekt. Magnesiumascorbat hat einen pH von ca. 6.5 (vs. pH 2.5 bei reiner Ascorbinsäure). Die Pufferung reduziert die Säurelast im Magen und kann GI-Nebenwirkungen deutlich vermindern.
Wie viel Magnesium ist in der europäischen Ernährung typischerweise unterversorgt?
Laut EFSA und nationalen Ernährungserhebungen erreichen erhebliche Anteile der Bevölkerung die empfohlenen Werte nicht. DiNicolantonio et al. (2018) schätzen, dass 10-30% der Bevölkerung eine subklinische Magnesium-Defizienz aufweisen. Global betrifft dies ca. 2,4 Milliarden Menschen (Passarelli et al. 2024).
Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten?
Magnesium kann die Absorption von Antibiotika (Tetracycline, Fluorchinolone) und Bisphosphonaten reduzieren - zeitlich trennen (mind. 2 Stunden). Vitamin C in hohen Dosen kann theoretisch die Wirkung von Blutverdünnern beeinflussen. Im Zweifel: Arzt konsultieren.
Sind die Effekte akut oder kumulativ?
Beides. Vitamin C zeigt teils akute Effekte (Cortisol-Recovery: 14 Tage, Brody 2002). Magnesium-Statusauffüllung benötigt 4-8 Wochen. Langfristige Effekte (Redox-Balance, Gewebeintegrität) akkumulieren über Monate. Konsistenz ist entscheidender als Einzeldosen.
Ist die Kombination für Longevity relevant?
Mechanistisch ja: Kollagenstabilität, antioxidativer Schutz, Stressachsen-Regulation und metabolische Gesundheit sind alle mit Langlebigkeit assoziiert. Direkte Longevity-Studien zur Kombination existieren nicht. Die Effekte summieren sich über die Einzelmechanismen.

Quellen

  1. Hemilä H, Chalker E. Vitamin C for preventing and treating the common cold. Cochrane Database Syst Rev. 2013;(1):CD000980. PubMed 23440782
  2. Hemilä H, Chalker E. Vitamin C reduces the severity of common colds: a meta-analysis. BMC Public Health. 2023;23(1):2468. PubMed 38082300
  3. Brody S, Preut R, Schommer K, Schuermann T. A randomized controlled trial of high dose ascorbic acid for reduction of blood pressure, cortisol, and subjective responses to psychological stress. Psychopharmacology. 2002;159(3):319-324. PubMed 11862365
  4. Alshammari HA. Vitamin C supplementation alleviates hypercortisolemia caused by chronic stress. Eur J Mol Clin Med. 2023. PubMed 38010274
  5. Boyle NB, Lawton C, Dye L. The Effects of Magnesium Supplementation on Subjective Anxiety and Stress - A Systematic Review. Nutrients. 2017;9(5):429. PubMed 28445426
  6. Bray JK et al. Examining the Effects of Supplemental Magnesium on Self-Reported Anxiety and Sleep Quality: A Systematic Review. Cureus. 2024;16(4):e59317. PubMed 38817505
  7. Moabedi M et al. Magnesium supplementation beneficially affects depression in adults with depressive disorder: a systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials. Front Psychiatry. 2023;14:1333261. PMC 10783196
  8. Moon SH et al. Additional effect of magnesium sulfate and vitamin C in laparoscopic gynecologic surgery for postoperative pain management: a double-blind randomized controlled trial. Korean J Anesthesiol. 2020;73(4):305-313. PubMed 33329796
  9. Carr AC, Maggini S. Vitamin C and Immune Function. Nutrients. 2017;9(11):1211. PubMed 29099763
  10. Garrison SR et al. Magnesium for skeletal muscle cramps. Cochrane Database Syst Rev. 2020;9:CD009402. PubMed 32956536
  11. Tarsitano MG et al. Effects of magnesium supplementation on muscle soreness in different type of physical activities: a systematic review. J Transl Med. 2024;22:629. PubMed 38970118
  12. Peters EM et al. Vitamin C supplementation attenuates the increases in circulating cortisol, adrenaline and anti-inflammatory polypeptides following ultramarathon running. Int J Sports Med. 2001;22(7):537-543. PubMed 11590482
  13. Murad S et al. Regulation of collagen synthesis by ascorbic acid. Proc Natl Acad Sci USA. 1981;78(5):2879-2882. PubMed 6942407 / PMC Review: Pinnell 1985
  14. DiNicolantonio JJ, O'Keefe JH, Wilson W. Subclinical magnesium deficiency: a principal driver of cardiovascular disease and a public health crisis. Open Heart. 2018;5(1):e000668. PMC 5786912
  15. Zheng LZ et al. Magnesium and vitamin C supplementation attenuates steroid-associated osteonecrosis in a rat model. Biomaterials. 2020;238:119828. PubMed 32045781
  16. Yao H et al. Combination of magnesium ions and vitamin C alleviates synovitis and osteophyte formation in osteoarthritis of mice. Bioact Mater. 2021;6(5):1341-1352. PubMed 33210027
  17. Zheng X et al. Dietary magnesium is able to influence the relationship between vitamin C and estimated glomerular filtration rate: A cross-sectional study. Food Sci Nutr. 2023;11(8):4689-4698. PubMed 37576036
  18. Passarelli S et al. Global estimation of dietary micronutrient inadequacies. Lancet Glob Health. 2024;12:e1590-e1599. (Referenziert in: IJVNR Review 2025)
  19. DePhillipo NN et al. Efficacy of Vitamin C Supplementation on Collagen Synthesis and Oxidative Stress After Musculoskeletal Injuries: A Systematic Review. Orthop J Sports Med. 2018;6(10):2325967118804544. PMC 6204628

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