Magnesium: Welche Form wirklich wirkt
Der große Vergleich 2026 – evidenzbasiert, ohne Marketing-Hype
TL;DR - Das Wichtigste in 30 Sekunden
Rund ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland erreicht die empfohlene Magnesiumzufuhr nicht. Wer ergänzt, sollte auf die Form achten: Organische Verbindungen wie Bisglycinat oder Citrat werden in Studien besser aufgenommen als Magnesiumoxid. Glycinat gilt als besonders gut verträglich, L-Threonat ist die Form mit Gehirn-Fokus: In einer kontrollierten Studie mit 44 Erwachsenen schnitt die Threonat-Gruppe in kognitiven Tests besser ab als Placebo. Entscheidend sind außerdem die Menge an elementarem Magnesium und der EFSA-Höchstwert von 250 mg pro Tag aus Supplementen.
Kurz beantwortet
Für die tägliche Versorgung sind gut lösliche organische Formen wie Bisglycinat, Citrat oder Malat die erste Wahl, Bisglycinat gilt dabei als am besten verträglich. Magnesiumoxid liefert viel Magnesium pro Gramm, wird aber schlechter aufgenommen. Aus Nahrungsergänzungsmitteln sollten Erwachsene nicht mehr als 250 mg elementares Magnesium pro Tag zuführen (EFSA). Magnesium 4MAX vereint vier organische Formen mit 200 mg pro Kapsel.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Magnesium so wichtig ist – und wie verbreitet eine knappe Versorgung ist
- Magnesiummangel: 7 mögliche Anzeichen
- Die großen Magnesium-Formen im Vergleich
- Magnesium-Glycinat: Die gut verträgliche Basisform
- Magnesium-L-Threonat: Die Form mit Gehirn-Fokus
- Magnesium-Malat: Für Energie und Muskeln
- Magnesium-Citrat: Der Allrounder
- Magnesium-Oxid: Warum es trotzdem überall steckt
- Welche Form passt zu dir?
- Dosierung, Sicherheit und Timing
- Was Magnesium kann – und was nicht
- Fazit
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Quellen
1. Warum Magnesium so wichtig ist
Magnesium ist nach Calcium, Kalium und Natrium das vierthäufigste Kation im menschlichen Körper. Es ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt, wird für Proteinsynthese, Muskelfunktion und Nervenleitung gebraucht, spielt eine Rolle bei der Regulation von Blutzucker und Blutdruck und ist an der DNA-Synthese beteiligt.
Laut Nationaler Verzehrsstudie II erreichen in Deutschland etwa 26 % der Männer und 29 % der Frauen die empfohlene Tageszufuhr nicht. Häufige Gründe sind wenig Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Vollkorn auf dem Speiseplan. Starkes Schwitzen beim Sport und regelmäßiger Alkoholkonsum können die Verluste zusätzlich erhöhen.
Was ist Magnesium?
Magnesium (Mg) ist ein essenzielles zweiwertiges Kation und das vierthäufigste Mineral im menschlichen Körper. Es ist Cofaktor in über 300 enzymatischen Reaktionen und ist entscheidend für ATP-Synthese, Muskelkontraktion, Nervenleitung, DNA-Replikation und Proteinsynthese. Im menschlichen Körper sind etwa 25 Gramm Magnesium gespeichert: 50–60 % in den Knochen, der Rest vor allem in Muskeln und Weichgewebe, weniger als 1 % im Blut. Der Serumwert spiegelt die Magnesiumversorgung daher nur sehr ungenau wider.
Ein Magnesiummangel ist klinisch schwer zu erkennen. Der Serumwert im Blutbild bildet nur einen winzigen Teil des Körpermagnesiums ab und kann „normal“ sein, obwohl die Speicher knapp sind. Fachleute sprechen dann von einem subklinischen (latenten) Mangel.
2. Magnesiummangel: 7 mögliche Anzeichen
Die Anzeichen einer knappen Magnesiumversorgung sind unspezifisch. Jede der folgenden Beschwerden kann viele Ursachen haben – ob wirklich ein Mangel dahintersteckt, lässt sich nur ärztlich abklären.
Muskelkrämpfe
Besonders nachts, in den Waden und Füßen
Schlafprobleme
Schwer einschlafen, unruhiger Schlaf
Kopfschmerzen
Häufiger Kopfschmerz, viele mögliche Ursachen
Chronische Müdigkeit
Trotz ausreichend Schlaf erschöpft
Herzstolpern
Herzrhythmus-Beschwerden immer ärztlich abklären
Reizbarkeit
Erhöhte Stressreaktion, innere Unruhe
Knochen
Dauerhaft niedrige Zufuhr wird mit geringerer Knochendichte in Verbindung gebracht
Wer hat ein erhöhtes Risiko?
Menschen mit Typ-2-Diabetes, Gastrointestinalerkrankungen (Morbus Crohn, Zöliakie), ältere Erwachsene (verminderte Resorption), Sportler (Verluste über den Schweiß, mehr dazu im Elektrolyte-Überblick), Menschen mit regelmäßigem Alkoholkonsum und Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen (z. B. Protonenpumpenhemmer, Diuretika). Was Studien zu Magnesium bei Anspannung zeigen, fasst unser Beitrag zu Magnesium bei Angst zusammen.
3. Die großen Magnesium-Formen im Vergleich
Magnesium ist nicht gleich Magnesium. Die Verbindungen unterscheiden sich in Löslichkeit, Magnesiumgehalt, Verträglichkeit und Preis. Statt wackliger Prozentwerte zur Bioverfügbarkeit bekommst du hier eine klare Einordnung aus den Vergleichsstudien. Die vier Basisformen im Direktvergleich findest du unter Bisglycinat, Citrat, Malat und Oxid.
| Form | Aufnahme | Typisches Einsatzgebiet | Magenverträglichkeit | Preis | Urteil |
|---|---|---|---|---|---|
| Glycinat Top | Gut (organisch, chelatiert) | Tägliche Basis, abends, empfindlicher Magen | Sehr gut, selten abführend | Mittel-Hoch | ★★★★★ |
| L-Threonat | Gut; im Tiermodell höhere Werte im Gehirn | Kognition (frühe Evidenz) | Sehr gut | Hoch | ★★★★☆ |
| Malat | Gut | Energiestoffwechsel, Sport, Alltag | Gut | Mittel | ★★★★☆ |
| Citrat | Gut (sehr gut löslich) | Allgemein, Einsteiger | Mittel (in hoher Dosis abführend) | Günstig | ★★★★☆ |
| Taurinat | Gut | Kombination mit Taurin; Herz-Kreislauf-Forschung meist präklinisch | Sehr gut | Mittel | ★★★★☆ |
| Chlorid | Mittel | Topisch (Ölspray, Badesalz) | Nur topisch relevant | Günstig | ★★★☆☆ |
| Oxid Schwach | Niedrig (schlecht löslich) | Viel Magnesium pro Tablette, günstig | Häufiger abführend | Sehr günstig | ★☆☆☆☆ |
| Carbonat | Niedrig | Säurebindung (Antazidum) | Kann CO₂ bilden, Aufstoßen | Sehr günstig | ★★☆☆☆ |
4. Magnesium-Glycinat: Die gut verträgliche Basisform
Magnesium-Glycinat (Bisglycinate)
★ Gut verträgliche BasisformMagnesium-Glycinat ist eine Chelat-Verbindung: Ein Magnesium-Ion ist an zwei Glycin-Moleküle gebunden. Diese Bindung macht die Verbindung gut löslich und verträglich. Diskutiert wird, dass ein Teil über Aminosäure- bzw. Dipeptid-Transporter im Darm aufgenommen wird.
Warum Glycinat abends so beliebt ist
Dahinter stehen zwei Überlegungen. Magnesium dämpft den erregenden NMDA-Rezeptor und beeinflusst GABA-Signalwege, also das „Bremssystem“ des Nervensystems. Glycin wurde selbst schlafbezogen untersucht: In einer kleinen Studie von Inagawa et al. (2006) berichteten Teilnehmende nach 3 g Glycin vor dem Schlafen über eine bessere subjektive Schlafqualität. Mit üblichen Magnesiumdosen nimmst du allerdings deutlich weniger als 3 g Glycin auf.
Zhang et al. (2022) werteten Daten von 3.964 Erwachsenen der US-Kohorte CARDIA aus: Wer am meisten Magnesium aufnahm, schlief seltener kürzer als sieben Stunden, bei der Schlafqualität war der Zusammenhang nur grenzwertig. Als Beobachtungsstudie zeigt CARDIA einen Zusammenhang. Was kontrollierte Studien zu Magnesium und Schlaf zeigen, fasst unser Beitrag zu Magnesium, GABA und Schlaf zusammen.
Für wen eignet sich Magnesium-Glycinat?
Für alle, die eine gut verträgliche Basisform suchen, Magnesium gern abends nehmen oder einen empfindlichen Magen haben.
Für Einsteiger
Auf die Form achten, nicht nur auf die Milligramm
Du weißt noch nicht genau, was du brauchst? Starte mit einer gut verträglichen organischen Form. Unser Magnesium 4MAX kombiniert Magnesiumbisglycinat (160 mg) mit Citrat, Malat und Taurat, zusammen 200 mg elementares Magnesium pro Kapsel, Made in Germany und in einem unabhängigen Labor geprüft. Mit der freiwilligen 100-Tage-Garantie testest du es in Ruhe. Warum es genau diese vier Formen sind, erklärt der Beitrag zum Start von Magnesium 4MAX.
Magnesium 4MAX ansehen →5. Magnesium-L-Threonat: Die Form mit Gehirn-Fokus
Magnesium-L-Threonat (Magtein)
★ Spannend, frühe EvidenzL-Threonat ist ein Metabolit der Ascorbinsäure (Vitamin C). In Tierversuchen erhöhte Magnesium-L-Threonat die Magnesiumkonzentration im Gehirn stärker als andere getestete Formen. Beim Menschen schnitt die Threonat-Gruppe in der ersten kontrollierten Studie in kognitiven Tests besser ab als Placebo.
Was die Forschung zeigt
Die Grundlagenarbeit stammt aus der Gruppe um Guosong Liu (damals MIT). In einer Studie an Ratten (Slutsky et al., 2010, Neuron) erhöhte Magnesium-L-Threonat die synaptische Dichte im Hippocampus und verbesserte Lern- und Gedächtnisleistungen.
In einer randomisierten, doppelblinden Studie von Liu et al. (2016) mit 44 Erwachsenen zwischen 50 und 70 Jahren mit kognitiven Beschwerden schnitt die Threonat-Gruppe nach 12 Wochen in kognitiven Tests besser ab als Placebo. Die Autoren rechneten das in ein um rund neun Jahre „jüngeres Gehirnalter“ um. Die Studie war klein und stammt aus dem Umfeld des Herstellers.
L-Threonat: Stand der Forschung
- 2010Rattenstudie (Slutsky et al., Neuron): mehr Synapsen im Hippocampus, bessere Lern- und Gedächtnisleistung.
- 2016Erste kontrollierte Humanstudie (Liu et al.): 44 Erwachsene von 50 bis 70 Jahren, 12 Wochen, besser in kognitiven Tests als Placebo; Umfeld des Herstellers.
- AusblickGrößere, unabhängige Studien am Menschen sollen den Effekt bestätigen.
Wichtige Einschränkung
Der Großteil der L-Threonat-Forschung stammt aus wenigen Studiengruppen, teils mit Interessenkonflikten (Patent-Inhaber). Für die tägliche Basisversorgung sind Glycinat und Citrat deshalb die besser untersuchte Wahl, L-Threonat ist die spannende Ergänzung mit Gehirn-Fokus.
Für Fortgeschrittene
Kognition und Schlaf kombinieren
Manche kombinieren L-Threonat tagsüber mit Glycinat am Abend. Wichtig ist dabei, dass alle Supplemente zusammen 250 mg elementares Magnesium pro Tag nicht überschreiten.
Alle AYUBA Produkte ansehen →6. Magnesium-Malat: Für Energie und Muskeln
Magnesium-Malat
★ Für Sport & AlltagMagnesium-Malat verbindet Magnesium mit Äpfelsäure (Malat), einem Zwischenprodukt des Zitratzyklus. Malat spielt im mitochondrialen Energiestoffwechsel eine Rolle. Daher stammt die Idee, Malat für Energie und Sport zu wählen.
Zu Magnesium-Malat gibt es vor allem eine kleine Pilotstudie bei Fibromyalgie (Russell et al., 1995): Im verblindeten Teil zeigte sich kein klarer Unterschied zu Placebo, erst in der offenen Phase mit höheren Dosen berichteten die Teilnehmenden weniger Schmerzen. Für Sportler ist Malat eine plausible Wahl, denn Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
7. Magnesium-Citrat: Der Allrounder
Magnesium-Citrat gehört zu den am häufigsten verwendeten Formen. Es löst sich gut in Wasser, ist günstig und wird meist gut vertragen. In Vergleichsstudien wurde es besser aufgenommen als Magnesiumoxid.
Gut zu wissen: In höheren Dosen macht Magnesium-Citrat den Stuhl weicher. Verteile größere Mengen deshalb auf zwei Mahlzeiten, dann bleibt es gut verträglich.
Empfehlung Citrat
Für Einsteiger ohne besonderes Ziel ist Citrat eine solide, günstige Wahl. Reagiert dein Darm empfindlich, verteile die Menge auf zwei Einnahmen zu den Mahlzeiten.
8. Magnesium-Oxid: Warum es trotzdem überall steckt
Magnesiumoxid schneidet in diesem Vergleich am schwächsten ab und steckt trotzdem in vielen günstigen Präparaten. Der Grund: Es hat einen sehr hohen Magnesiumgehalt pro Gramm (ca. 60 %). Für „500 mg Magnesium“ auf dem Etikett braucht man also wenig Rohstoff und kleine Tabletten. Wie alle sechs Formen in Studien abschneiden, zeigt unser Formen-Guide 2026.
Das Problem: Magnesiumoxid ist schlecht löslich. In der vielzitierten Studie von Lindberg et al. (1990) stieg die Magnesiumausscheidung im Urin, ein Marker für die Aufnahme, nach Citrat deutlich stärker an als nach Oxid. Exakte Prozentwerte, die im Netz kursieren, stammen aus kleinen Studien mit unterschiedlichen Methoden und lassen sich nicht einfach übertragen.
Klarer Ayuba-Standpunkt
In unserem Magnesium 4MAX steckt kein Magnesiumoxid, sondern Bisglycinat, Citrat, Malat und Taurat. Ein schlecht lösliches Oxid ohne Hinweis auf die Form als „hochdosiertes Magnesium“ zu bewerben, halten wir für irreführend. Prüfe bei jedem Magnesium-Produkt das Zutatenverzeichnis, nicht nur die Vorderseite.
9. Welche Form passt zu dir?
Sechs typische Ziele – und welche Form passt:
- Abends, zur Entspannung, bei empfindlichem Magen: Magnesium-Glycinat, 100–250 mg elementares Mg
- Gedächtnis, Konzentration: Magnesium-L-Threonat; in Studien 1.500–2.000 mg der Verbindung pro Tag (frühe Evidenz)
- Sport, Müdigkeit im Alltag: Malat oder Citrat, 100–250 mg; Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
- Günstiger Allrounder für den Einstieg: Magnesium-Citrat, 100–250 mg, flexibles Timing
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutdruck, Diabetes: keine Selbstbehandlung – Magnesium nur nach ärztlicher Rücksprache, besonders wenn du Medikamente nimmst
- Mehrere Formen kombinieren: möglich, aber die Summe aus allen Supplementen zählt (EFSA: max. 250 mg pro Tag)
Made in Germany · unabhängig laborgeprüft
AYUBA Magnesium 4MAX – 60 Kapseln
Vier Magnesiumformen in einer Kapsel: Bisglycinat (160 mg), Citrat (22,5 mg), Malat (11,5 mg) und Taurat (6 mg) – zusammen 200 mg elementares Magnesium (53 % NRV). Ohne Magnesiumoxid, alle Formen klar deklariert, in einem unabhängigen Labor geprüft. 60 Kapseln für 19,99 €, das sind rund 0,33 € pro Tag, mit freiwilliger 100-Tage-Geld-zurück-Garantie.
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10. Dosierung, Sicherheit und Timing
Wie viel Magnesium brauche ich täglich?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt für die meisten Erwachsenen Schätzwerte von 300 mg pro Tag für Frauen und 350 mg für Männer. Ein großer Teil davon kommt bei ausgewogener Ernährung aus Lebensmitteln wie Vollkorn, Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten. Ein Supplement soll eine Lücke schließen, nicht den gesamten Bedarf ersetzen.
Wichtig: Entscheidend ist die Menge an elementarem Magnesium, nicht die Masse der Verbindung. 400 mg Magnesium-Bisglycinat enthalten nur ca. 56 mg elementares Magnesium. Prüfe deshalb immer die Angabe „Magnesium“ in der Nährwerttabelle. Auch Kombiprodukte zählen mit: C-MAG BALANCE 500 liefert neben 500 mg Vitamin C 65,79 mg Magnesium als Magnesiumascorbat. Warum diese Kombination sinnvoll sein kann, erklärt unser Artikel Vitamin C und Magnesium zusammen einnehmen. Konkrete Einnahmeschemata findest du im Guide zu Magnesium-Dosierung, Timing und Protokollen.
Sicherheit und tolerierbare Höchstmengen
Die EFSA hat eine tolerierbare Höchstmenge von 250 mg elementarem Magnesium täglich aus Supplementen festgelegt. Bis zu dieser Menge gilt zusätzliches Magnesium bei gesunden Erwachsenen als unbedenklich; darüber steigt vor allem das Risiko für Durchfall. Bei eingeschränkter Nierenfunktion unbedingt ärztlich abklären: Gesunde Nieren scheiden überschüssiges Magnesium aus, geschädigte Nieren nicht.
Für Profis & Biohacker
Mehrere Formen, eine Kapsel
Statt drei Präparate über den Tag zu verteilen, kannst du auch zu einem Produkt mit mehreren Formen greifen. Der Vorteil: Du kombinierst die gute Verträglichkeit von Bisglycinat mit Citrat, Malat und Taurat und nimmst nur eine Kapsel am Tag. Entscheidend bleiben Gesamtmenge und regelmäßige Einnahme.
Magnesium 4MAX: Formen und Mengen im Detail →Wann sollte ich Magnesium einnehmen?
Die Tageszeit ist zweitrangig, Regelmäßigkeit zählt mehr. Viele nehmen Glycinat abends, Malat oder Citrat zu einer Mahlzeit am Tag; L-Threonat wurde in Studien auf mehrere Einnahmen verteilt. Mit oder nach dem Essen wird Magnesium meist besser vertragen.
11. Was Magnesium kann – und was nicht
Was Magnesium kann
- Trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei
- Trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei
- Trägt zur normalen psychischen Funktion bei
- Trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
- Trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
- Trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei
- Trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei
- Trägt zu einer normalen Eiweißsynthese bei
Was Magnesium nicht kann
- Magnesiummangel sofort ausgleichen
- Medikamente ersetzen, z. B. bei Diabetes oder Bluthochdruck
- Diagnosen oder Therapien ersetzen
- Schlafprobleme bei psychischen Ursachen lösen
- Die Leistung steigern, wenn gar kein Mangel besteht
- Bei Nierenerkrankungen ohne ärztliche Rücksprache genommen werden
Magnesium gehört zu den gut untersuchten Nährstoffen. Acht EU-weit zugelassene Aussagen zeigen, wofür dein Körper es braucht: von Muskeln und Nerven bis zu Knochen und Energiestoffwechsel.
12. Fazit
Etwa jeder vierte Erwachsene in Deutschland erreicht die empfohlene Magnesiumzufuhr nicht. Oft bleibt das unbemerkt, weil der Blutwert wenig aussagt. Wer ergänzt, fährt mit gut löslichen organischen Formen wie Bisglycinat, Citrat oder Malat besser als mit reinem Oxid.
Noch wichtiger als die Form sind zwei Zahlen: die Menge an elementarem Magnesium auf dem Etikett und der EFSA-Höchstwert von 250 mg pro Tag aus Supplementen. Und L-Threonat? Die spannende Ergänzung, wenn dich Konzentration und Gedächtnis interessieren.
Praktisch heißt das: eine verträgliche Form wählen, regelmäßig einnehmen und nach einigen Wochen ehrlich Bilanz ziehen (Schlaf, Krämpfe, Energie). Bei Erkrankungen oder Medikamenten klärst du die Einnahme vorher ärztlich ab. Und prüfe immer das Zutatenverzeichnis, nicht nur den Markennamen auf der Vorderseite.
Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise. Bei bestehenden Erkrankungen - insbesondere Niereninsuffizienz, Herzrhythmusstörungen oder Diabetes - sollte die Einnahme von Magnesiumpräparaten ärztlich abgesprochen werden.
13. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welches Magnesium eignet sich für den Abend?
Am häufigsten wird Magnesium-Glycinat gewählt, weil es gut verträglich ist und Glycin selbst schlafbezogen untersucht wurde. Kleine Studien zeigen bessere Schlafwerte vor allem bei knapper Versorgung. Üblich sind 100–250 mg elementares Magnesium etwa 30–60 Minuten vor dem Schlafengehen.
Kann ich Magnesium und Zink zusammen nehmen?
Ja, in üblichen Mengen ist das unproblematisch. Erst sehr hohe Zinkdosen, weit über üblichen Supplementmengen, können die Magnesiumaufnahme beeinträchtigen. Wer mag, nimmt beides zu verschiedenen Mahlzeiten. Formen und sinnvolle Mengen erklärt unser Zink-Guide zu Formen und Dosierung.
Wie lange dauert es, bis Magnesium wirkt?
Rechne mit einigen Wochen regelmäßiger Einnahme, bevor du Bilanz ziehst. Die Körperspeicher füllen sich langsam, und ein spürbarer Unterschied ist vor allem dann wahrscheinlich, wenn du vorher wirklich zu wenig Magnesium aufgenommen hast. Bei nächtlichen Wadenkrämpfen ohne Mangel zeigen Studien meist nur einen geringen Nutzen.
Was ist der Unterschied zwischen Bioverfügbarkeit und Mg-Gehalt?
Der Mg-Gehalt gibt an, wie viel elementares Magnesium in der Verbindung steckt. Bioverfügbarkeit gibt an, wie viel davon tatsächlich im Körper ankommt. Magnesiumoxid hat einen hohen Mg-Gehalt (ca. 60 %), wird aber schlechter aufgenommen. Bisglycinat enthält nur ca. 14 % Magnesium, gilt aber als gut verträglich und gut aufnehmbar. Auf dem Etikett zählt immer der Wert für elementares Magnesium.
Was sagt die Forschung zu Magnesium und Migräne?
Es gibt Studien dazu, aber Migräne gehört in ärztliche Hand. Eine Metaanalyse von Chiu et al. (2016) fand in randomisierten Studien bei Menschen mit Migräne weniger Attacken unter Magnesium; die eingesetzten Mengen lagen teils über dem EFSA-Höchstwert für Supplemente. Ob Magnesium in deinem Fall sinnvoll ist, klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Ein Nahrungsergänzungsmittel ist keine Migränebehandlung.
Ist Magnesium für Schwangere sicher?
Sprich die Einnahme vorher mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt ab, denn Bedarf und sinnvolle Menge sind individuell. Häufig werden gut verträgliche Formen wie Glycinat gewählt. Ohne ärztliche Anweisung solltest du den EFSA-Höchstwert von 250 mg aus Supplementen nicht überschreiten.
Warum juckt meine Haut nach Magnesiumspray?
Magnesiumchlorid-Spray kann bei empfindlicher Haut ein Kribbeln oder Jucken auslösen. Das ist häufig und meist harmlos; bei Rötung oder Ausschlag solltest du es absetzen. Verdünne das Spray mit Wasser oder trage es auf weniger empfindliche Hautstellen auf. Für deine Versorgung ist die orale Einnahme die gut untersuchte Wahl.
Welche Magnesiumformen stecken in AYUBA Magnesium 4MAX?
Eine Kapsel enthält 200 mg elementares Magnesium (53 % NRV) aus vier Formen: 160 mg aus Bisglycinat, 22,5 mg aus Citrat, 11,5 mg aus Malat und 6 mg aus Taurat. Magnesiumoxid ist nicht enthalten. Mit einer Kapsel pro Tag bleibst du unter dem EFSA-Höchstwert von 250 mg aus Supplementen.
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14. Quellen
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- Chiu HY, Yeh TH, Huang YC, Chen PY. Effects of Intravenous and Oral Magnesium on Reducing Migraine. Pain Physician. 2016;19(1):E97-E112. PubMed
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- DGE - Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Referenzwerte Magnesium. 2026. dge.de
Verfasst von Ayuba Langer
Gründer, Ayuba Nutrition. Fokus auf evidenzbasierte Supplementierung, Biochemie und radikale Transparenz im deutschen Supplement-Markt.
Zuletzt geprüft: Oktober 2026