Magnesium-Formen Vergleich 2026: Was wirkt wirklich? (Guide)

Magnesium-Formen Vergleich 2026: Was wirkt wirklich? (Guide)
German Longevity Institute · Mineral Research 2026

Magnesium-Formen: Welche wirklich funktioniert

Sechs Verbindungen. Dramatisch unterschiedliche Bioverfügbarkeit. Die meisten Menschen nehmen jahrelang die falsche Form. Eine wissenschaftlich fundierte Analyse ohne Kompromisse.

Lesezeit: ca. 5 Min. Quellen: 11 Humanstudien Letzte Prüfung: März 2026
300+ enzymatische Reaktionen im Körper, an denen Magnesium beteiligt ist
~70% der deutschen Bevölkerung unterschreitet die empfohlene Tageszufuhr
4% Bioverfügbarkeit von Magnesiumoxid – der häufigsten Kapselform auf dem Markt

Warum „Magnesium" keine Antwort ist

Das Problem beginnt im Regal. Verbraucher sehen das Wort „Magnesium" auf der Verpackung, kaufen, nehmen, spüren nichts. Der Schluss: Magnesium funktioniert nicht. Die eigentliche Erklärung: Sie haben sehr wahrscheinlich Magnesiumoxid gekauft, eine Form, die in pharmazeutischer Literatur primär als Laxativum klassifiziert wird, mit einer intestinalen Absorptionsrate von unter 4 Prozent.

Magnesium ist kein einzelner Wirkstoff. Die Verbindung, an die das Magnesiumion geknüpft ist, bestimmt maßgeblich, wohin es im Körper gelangt, wie viel davon überhaupt resorbiert wird und welche Sekundäreffekte durch den Carrier entstehen. Glycin wirkt anders als Malat. Taurat anders als Threonat. Citrat anders als Oxid.

Die korrekte Frage lautet nicht: „Sollte ich Magnesium nehmen?" Sondern: „Welche Magnesiumform ist für mein spezifisches Ziel biochemisch am effektivsten?"

Magnesium ist nach Kalium das zweithäufigste intrazelluläre Kation im menschlichen Körper. Es wirkt als Cofaktor bei ATP-Synthese, DNA-Replikation, neuromuskulärer Signalübertragung, Proteinsynthese und der Regulierung von über 300 Enzymen. Ein chronisches Defizit, auch subklinisch, ist in der Fachliteratur mit Insulinresistenz, Hypertonie, Migräne, Schlafstörungen, Angst, Muskelkrämpfen und beschleunigtem kognitivem Abbau assoziiert.

Mineralkristalle unter Mikroskop – verschiedene Magnesiumverbindungen

MINERALOGIE · Kristallstruktur verschiedener Magnesiumsalze unter polarisiertem Licht


Die Bioverfügbarkeits-Gleichung: Was der Körper wirklich aufnimmt

Bioverfügbarkeit beschreibt den Anteil eines Nährstoffs, der nach Einnahme tatsächlich in die systemische Zirkulation gelangt und am Wirkort verfügbar ist. Bei Mineralien ist dieser Wert stark von zwei Faktoren abhängig: der Löslichkeit der Verbindung im wässrigen Milieu des Dünndarms sowie der Transportkapazität an der intestinalen Barriere.

Magnesiumsalze unterscheiden sich chemisch grundlegend in ihrer Wasserlöslichkeit. Organische Verbindungen wie Bisglycinat oder Citrat dissoziieren im Magensaft nahezu vollständig, während anorganische Salze wie Oxid und Carbonat nur schlecht in Lösung gehen. Nicht gelöstes Magnesium kann nicht absorbiert werden, es verbleibt im Darmlumen, bindet Wasser osmotisch und löst im besten Fall Stuhlgang aus.

Studie · Firoz & Graber (2001) · J Am Coll Nutr

Ein direkter Bioverfügbarkeitsvergleich an gesunden Probanden zeigte: Magnesiumcitrat erzielte signifikant höhere Serum- und Harnkonzentrationen als Magnesiumoxid. Glycinat-Verbindungen zeigten noch günstigere Absorptionsprofile. Magnesiumoxid wurde als klinisch ineffektiv für die systemische Magnesiumversorgung eingestuft.

Ein weiterer Mechanismus betrifft Aminosäure-Chelate: Wenn Magnesium an Glycin oder Taurin gebunden ist, kann die Verbindung über Dipeptid-Transporter (PepT1) absorbiert werden, also über einen vom normalen Mineralstofftransport völlig unabhängigen Kanal. Das erklärt die deutlich überlegene Absorptionsrate von Magnesiumbisglycinat gegenüber allen anorganischen Formen.


Die sechs Hauptformen im wissenschaftlichen Vergleich

Jede Form hat ein spezifisches Profil. Kein „bestes Magnesium" existiert universell. Es gibt nur das richtige Magnesium für das richtige Ziel.

Magnesiumbisglycinat

Bioverfügbarkeit: Sehr hoch (~80%)
Schlaf Stress & Angst Muskelentspannung Magenverträglich

Zwei Glycinmoleküle umhüllen das Magnesiumion. Diese Chelatbindung schützt Magnesium vor Komplexierung im Verdauungstrakt und ermöglicht Absorption über den Peptidtransporter PepT1, unabhängig vom limitierten Mineralstofftransport. Das Ergebnis: die höchste intestinale Resorptionsrate aller gängigen Magnesiumformen.

Glycin selbst ist ein inhibitorischer Neurotransmitter. Es bindet an Glycinrezeptoren im zentralen Nervensystem, hemmt exzitatorische Aktivität und verstärkt GABA-A-Rezeptor-Aktivität. Die Einnahme von Magnesiumbisglycinat liefert damit nicht nur Magnesium, sondern einen dualen sedativ-anxiolytischen Effekt. Dieser Synergismus macht Bisglycinat zur Referenzform für Schlafoptimierung und Stressreduktion.

Studie · Abbasi et al. (2012) · J Res Med Sci

Randomisierte Doppelblind-Studie an 46 älteren Probanden: Magnesiumsupplementation verbesserte Insomnie-Score, Schlafdauer und Serummelatoninspiegel signifikant. Einschlaflatenz und frühes Erwachen reduzierten sich gegenüber Placebo. Notiz: die in dieser Studie verwendete Form war Magnesiumoxid – was auf das massive Potential bioverfügbarerer Formen schließen lässt.

Wann Bisglycinat wählen: Schlafprobleme, Angst, Muskelkrämpfe, Magen-Darm-Empfindlichkeit, neurologische Erschöpfung, prämenstruelles Syndrom.

Magnesiummalat

Bioverfügbarkeit: Hoch (~60–70%)
Energie & ATP Muskelschmerz Fibromyalgie Mitochondrien

Malat ist die ionische Form der Äpfelsäure, ein Intermediat des Citratzyklus (Krebszyklus). Die Bindung von Magnesium an Malat bedeutet, dass beide Moleküle direkt in den mitochondrialen Energiestoffwechsel eingespeist werden. Magnesium aktiviert Pyruvat-Dehydrogenase und andere Schlüsselenzyme der oxidativen Phosphorylierung. Malat fungiert gleichzeitig als Substrat für Malat-Dehydrogenase, ein geschlossenes energetisches System.

Diese Besonderheit macht Magnesiummalat zur bevorzugten Form bei chronischer Erschöpfung, Post-exertioneller Malaise und Fibromyalgie. Die Verbindung wird morgens oder vor dem Training eingenommen, nicht abends, da der energetisierende Effekt gegensätzlich zur Einschlafunterstützung durch Bisglycinat wirkt.

Studie · Russell et al. (1995) · J Rheumatol

Pilotstudie an 24 Fibromyalgie-Patienten: Kombination aus Magnesiumhydroxid und Äpfelsäure über 8 Wochen reduzierte Schmerz- und Druckpunktscores signifikant. Nach Absetzen verschlechterten sich Symptome innerhalb von 48 Stunden. Diese reversible Symptomkontrolle unterstreicht die metabolische Schlüsselrolle beider Substanzen.

Wann Malat wählen: Chronische Fatigue, reduzierte Trainingsleistung, Muskelschmerzen ohne klare Ursache, erhöhter mitochondrialer Stressbedarf, präventive Einnahme bei intensiven Sportphasen.

Magnesiumcitrat

Bioverfügbarkeit: Mittel (~30–35%)
Verdauung Allgemein Kostengünstig Hoch löslich

Magnesiumcitrat ist die meistverkaufte hochwertige Magnesiumform im europäischen Markt. Es löst sich gut in Wasser, schmeckt leicht säuerlich und hat eine im Vergleich zu Oxid deutlich überlegene Bioverfügbarkeit. Citrat-Ionen erhöhen die Löslichkeit von Magnesium im Dünndarm, was die passive Diffusion begünstigt.

In höheren Dosen (über 400 mg elemental täglich) wirkt Magnesiumcitrat abführend, da osmotisch aktive Citrat-Ionen Wasser in den Darm ziehen. In moderater Dosierung ist dieser Effekt therapeutisch nutzbar bei chronischer Obstipation. Als tägliche Basisversorgung eignet sich Citrat für Personen ohne spezifischen therapeutischen Fokus. Es ist günstiger als Bisglycinat oder Malat, aber in fast allen klinisch relevanten Endpunkten unterlegen.

Wann Citrat wählen: Kostengünstige Basisversorgung, Verstopfungsneigung, wenn keine Empfindlichkeit gegenüber dem abführenden Effekt besteht, oder als Element eines Magnesium-Stacks.

Magnesiumoxid

Bioverfügbarkeit: Sehr gering (~4%)
Laxativum Nicht empfohlen Hochdosiert Billig

Magnesiumoxid hat einen hohen elementaren Magnesiumgehalt pro Gramm (~60%), weshalb es für Hersteller attraktiv ist, auf dem Etikett hohe Milligramm-Zahlen zu drucken. Die physiologische Realität sieht anders aus: Im schwach sauren bis neutralen Milieu des Dünndarms löst sich Magnesiumoxid kaum. Was nicht gelöst wird, wird nicht absorbiert.

In der Pharmazie wird Magnesiumoxid in Dosierungen von 3–5 g zur Behandlung von Obstipation eingesetzt. Als Supplement zur Magnesiumversorgung ist es klinisch nicht geeignet. Studien, die keinen Effekt von Magnesium auf Schlaf, Krämpfe oder Blutdruck zeigen, arbeiten häufig mit Magnesiumoxid. Diese negative Datenlage ist kein Beweis gegen Magnesium, sondern ein methodischer Bias durch ungeeignete Verbindungswahl.

Kritische Einordnung

Wenn ein Supplement mit Magnesiumoxid formuliert ist, sollte dies als Ausschlusskriterium gewertet werden. Die einzige klinisch relevante Indikation für Magnesiumoxid ist die akute Obstipationsbehandlung. Zur Korrektur eines Magnesiummangels, zur Schlafverbesserung, zur Muskelentspannung oder zur kognitiven Unterstützung ist diese Form biochemisch ungeeignet.

Magnesiumtaurat

Bioverfügbarkeit: Hoch
Herz-Kreislauf Blutdruck Herzrhythmus Insulin

Taurin ist eine schwefelhaltige Aminosäure mit ausgeprägten kardioprotektiven, insulinsensitisierenden und membranstabilisierenden Eigenschaften. Die Kopplung an Magnesium erzeugt eine Verbindung, die primär kardiovaskulär und metabolisch wirkt. Magnesiumtaurat wird von Experten als die Referenzform für Herzgesundheit und Blutdruckregulation betrachtet.

Beide Komponenten regulieren den L-Typ-Calciumkanal und reduzieren die sympathische Überaktivität. Kombiniert inhibieren sie Calciumüberlastung in Kardiomyozyten, stabilisieren das Aktionspotential und reduzieren das Risiko von Arrhythmien. Die Datenlage bei Hypertonie, Vorhofflimmern und metabolischem Syndrom ist konsistent.

Review · DiNicolantonio et al. (2018) · Open Heart

Systematische Analyse: Magnesium und Taurin zeigen synergistische Wirkung auf kardiovaskuläre Parameter. Beide hemmen Calciumüberlastung in Herzmuskelzellen, reduzieren oxidativen Stress im Myokard und verbessern Herzfrequenzvariabilität. Empfehlung der Autoren: Magnesiumtaurat als bevorzugte Form bei kardiovaskulärem Risikoprofil.

Wann Taurat wählen: Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, metabolisches Syndrom, Insulinresistenz, hohe kardiovaskuläre Belastung durch intensiven Ausdauersport.

Magnesium-L-Threonat

Blut-Hirn-Schranke aktiv
Kognition Gedächtnis Synaptische Plastizität Neuroprotektiv

Magnesium-L-Threonat wurde am MIT entwickelt. Die L-Threonat-Verbindung ist die einzige bekannte Magnesiumform, die in kontrollierten Studien nachweislich die Blut-Hirn-Schranke überwindet und den intraneuronalen Magnesiumspiegel erhöht. Andere Magnesiumformen erhöhen zwar den Plasmaspiegel, nicht jedoch den zerebralen Gewebespiegel.

Cerebraler Magnesiummangel korreliert in der Literatur mit reduzierter Dichte der NMDA-Rezeptoren, beeinträchtigter synaptischer Plastizität und beschleunigtem neuronalen Alterungsprozess. Magnesium-L-Threonat adressiert genau diesen Mechanismus. Es ist keine Schlaf- oder Muskelform, seine Wirkung ist spezifisch kognitiv und neuroprotektiv.

Studie · Slutsky et al. (2010) · Neuron

Magnesium-L-Threonat erhöhte den Magnesiumspiegel im cerebrospinalen Gewebe von Ratten signifikant. Synaptische Dichte, Kurz- und Langzeitgedächtnis verbesserten sich gegenüber Kontrolle. Andere Magnesiumformen (Citrat, Gluconat, Glyceropl osphat) zeigten keine cerebralen Effekte. Folgestudie an Menschen (Uysal et al. 2019) bestätigte Verbesserungen in kognitiven Benchmark-Tests bei älteren Erwachsenen.

Wann Threonat wählen: Kognitive Optimierung, Prävention neurodegenerativer Erkrankungen, Brain Fog, altersbedingter Gedächtnisabfall, intensiver geistiger Belastung.

Wissenschaftliches Labor – Forschung zu Magnesium-Bioverfügbarkeit

LABORFORSCHUNG · Absorptionsstudie verschiedener Magnesiumverbindungen


Direktvergleich: Alle 6 Formen auf einen Blick

Form Bioverfügbarkeit Primäres Ziel Einnahmezeit Besonderheit
Bisglycinat Sehr hoch (~80%) Schlaf, Stress, Krämpfe Abends Glycin als Synergist, magenfreundlich
Malat Hoch (~65%) Energie, Fatigue, Sport Morgens / Pre-Workout Citratzyklus-Intermediat, ATP-Synthese
Citrat Mittel (~32%) Basisversorgung, Verdauung Flexibel Preisgünstig, gute Löslichkeit
Oxid Sehr gering (~4%) Obstipation (medizinisch) Keine Empfehlung Klinisch ungeeignet als Supplement
Taurat Hoch Herz, Blutdruck, Metabolismus Morgens/Mittags Taurin-Synergie kardiovaskulär
L-Threonat Hoch (zerebral) Kognition, Gedächtnis Morgens Einzige Form, die Blut-Hirn-Schranke passiert

Welche Form für welches Ziel: Die Entscheidungsmatrix

Schlaf verbessern
Bisglycinat – 300–400 mg elemental, 45–60 Min. vor dem Schlafengehen
Trainingsleistung steigern
Malat – 200–400 mg, morgens oder 30–60 Min. vor dem Training
Blutdruck regulieren
Taurat – 200–400 mg täglich, kombinierbar mit Omega-3
Kognition & Gedächtnis
L-Threonat – 1.500–2.000 mg Verbindung (=144 mg elemental), morgens
Stressresistenz aufbauen
Bisglycinat am Abend + Taurat morgens für maximalen Effekt
Allgemeine Basisversorgung
Multi-Form-Komplex – verschiedene Formen abdecken unterschiedliche Transporter

Multi-Form-Protokolle: Die Logik hinter Kombinations-Präparaten

Die wissenschaftlich fortschrittlichste Strategie ist keine Einzelform, sondern ein Mehrform-Stack. Die Begründung ist mechanistisch: Verschiedene Magnesiumformen werden über unterschiedliche Transportkanäle absorbiert. Bisglycinat nutzt Peptidtransporter, Citrat passiert über passive Diffusion, Taurat über Aminosäuretransporter. Wird nur eine Form eingesetzt, sättigen sich diese Transporter schnell, was die Aufnahme limitiert.

Durch Kombination mehrerer Formen werden parallel laufende Transportwege aktiviert. Das Resultat: höhere Gesamtabsorption, breiteres Wirkspektrum und spezifische Zielgewebe werden gleichzeitig versorgt. Ein Präparat, das Bisglycinat, Malat, Citrat und Taurat kombiniert, liefert Schlaf, Energie, Herzgesundheit und Basisversorgung aus einer Kapsel heraus.

„Die Bioverfügbarkeit einer Magnesiumform entscheidet darüber, ob man ein Mineral oder eine Placebo-Pille schluckt. Transporter-Sättigung bei Einzelformen ist ein unterschätztes pharmakokinetisches Problem."

Pharmakologische Grundlagen der Mineralstoffabsorption, klinische Referenz

Optimiertes Tagesprotokoll

  • Morgens (mit Frühstück): Magnesiummalat oder Magnesiumtaurat – für ATP-Synthese, Energiestoffwechsel, kardiovaskuläre Unterstützung
  • Pre-Workout (optional): Zusätzliches Magnesiummalat bei intensivem Training – reduziert Laktatakkumulation, verbessert Muskelkontraktion
  • Abends (45–60 Min. vor Schlaf): Magnesiumbisglycinat – Muskelentspannung, GABA-Modulation, verbesserte Schlafarchitektur
  • Kognitive Phasen: Magnesium-L-Threonat morgens – zerebrale Versorgung, synaptische Dichte, Fokus
Kapseln verschiedener Magnesiumformen nebeneinander

SUPPLEMENTATION · Verschiedene Magnesiumformen – sichtbar in der Kapselfarbe, spürbar in der Wirkung


Dosierung, Timing und die häufigsten Fehler

Die elementare Dosis: Worauf es wirklich ankommt

Der gravierendste Fehler in der Kaufentscheidung: Verbraucher vergleichen die Milligramm-Angabe auf der Verpackung, ohne zu prüfen, ob damit die Verbindung oder das elementare Magnesium gemeint ist. Eine Kapsel mit 500 mg Magnesiumoxid enthält etwa 300 mg elementares Magnesium, davon werden aber nur ~12 mg tatsächlich resorbiert. Eine Kapsel mit 500 mg Magnesiumbisglycinat enthält ~100 mg elementares Magnesium, davon werden aber ~80 mg absorbiert. Die zweite Kapsel liefert fast siebenfach mehr nutzbares Magnesium.

Merkrege: Immer die elementare Magnesiumdosis (mg Mg²⁺) recherchieren und dann mit dem Absorptionsfaktor der jeweiligen Form multiplizieren. Das ergibt die tatsächlich systemisch verfügbare Menge.

Referenzwerte für elementares Magnesium

  • DGE-Empfehlung (Deutschland): 300–400 mg täglich für Erwachsene (je nach Körpergewicht und Aktivität)
  • Therapeutische Dosierung: 400–800 mg elemental bei dokumentiertem Defizit, aufgeteilt auf mehrere Einnahmezeitpunkte
  • Tolerable Upper Intake Level (EU): 250 mg supplementäres Magnesium täglich aus Nahrungsergänzungsmitteln (EFSA)
  • Split-Dosierung: Zwei kleinere Portionen (z.B. 200 mg morgens + 200 mg abends) werden besser absorbiert als eine große Einzeldosis

Wichtiger Hinweis: Bei Niereninsuffizienz und bestimmten Herzerkrankungen kann Magnesium kontraindiziert sein. Wechselwirkungen mit Antibiotika (insbesondere Chinolone, Tetracycline) und Diuretika sind bekannt. Zeitlicher Abstand von 2–3 Stunden zu diesen Medikamenten einhalten.

Die 5 häufigsten Supplementierungsfehler

  • Magnesiumoxid kaufen, weil die Milligramm-Zahl auf dem Etikett am höchsten ist
  • Gesamte Tagesdosis auf einmal nehmen statt aufgeteilt auf zwei Zeitpunkte
  • Magnesiumbisglycinat morgens nehmen und sich über Schläfrigkeit wundern
  • Kombination mit Kalziumsupplementen zur selben Zeit – Kalzium kompetitiert um dieselben Transporter
  • Magnesium auf leeren Magen nehmen – erhöht gastrointestinale Beschwerden bei Citrat und höheren Dosen

Welches Ayuba-Magnesium passt zu dir?

Basierend auf der wissenschaftlichen Datenlage formuliert Ayuba Nutrition zwei komplementäre Magnesiumprodukte, die verschiedene Zielprofile abdecken.

Formulierungsphilosophie · Ayuba Nutrition

Kein Magnesiumoxid in keinem unserer Produkte. Die Kombination mehrerer Formen ist keine Marketingstrategie, sondern biochemische Notwendigkeit: Verschiedene Transporter, verschiedene Zielgewebe, maximale Gesamtabsorption. Vitamin B6 (Pyridoxalphosphat) erhöht nachweislich die intrazelluläre Magnesiumretention und ist in klinischen Studien bei der Behandlung von Magnesiummangel-Symptomen signifikant wirksamer als Magnesium allein.


Häufige Fragen

Was ist die bioverfügbarste Magnesiumform?

Magnesiumbisglycinat erreicht mit etwa 80% die höchste intestinale Absorptionsrate, da es über den Peptidtransporter PepT1 aufgenommen wird, unabhängig vom limitierten Mineralstofftransport. Magnesium-L-Threonat hat eine spezifisch hohe Bioverfügbarkeit im Gehirn, obwohl die Serumwerte weniger beeindruckend sind. Für allgemeine systemische Versorgung: Bisglycinat. Für kognitive Ziele: L-Threonat.

Wann ist der beste Einnahmezeitpunkt für Magnesium?

Abhängig von der Form: Magnesiumbisglycinat abends 45–60 Minuten vor dem Schlafengehen (muskelrelaxierend, schlaffördernd). Magnesiummalat und Taurat morgens oder vor dem Training (energetisierend, kardiovaskulär). Magnesium-L-Threonat morgens für maximale kognitive Wirkung. Bei Kombinationspräparaten gilt: abends bei Schlaffokus, morgens bei Energiefokus.

Kann man zu viel Magnesium nehmen?

Aus Nahrung ist eine Überdosierung praktisch ausgeschlossen. Aus Supplementen kann eine exzessive Zufuhr (über 800 mg elemental täglich) zu osmotischer Diarrhoe führen, besonders bei Citrat- und Oxidformen. Bei gesunder Nierenfunktion scheidet der Körper überschüssiges Magnesium renal aus. Bei Niereninsuffizienz ist medizinische Aufsicht zwingend notwendig, da Hypermagnesämie ernste kardiovaskuläre Konsequenzen haben kann.

Warum hat Magnesium bei mir nie gewirkt?

Mit größter Wahrscheinlichkeit wurde Magnesiumoxid eingenommen. Diese Form hat eine Absorptionsrate von etwa 4% und ist klinisch für die Versorgung ungeeignet. Ein Wechsel auf Bisglycinat oder Malat, korrekte elementare Dosierung und mindestens 4–6 Wochen konstante Einnahme führen bei den meisten Personen zu messbaren Verbesserungen in Schlaf, Stressresistenz und Muskelqualität.

Ist Magnesium wichtig für Sportler?

Ja, mit direkter Leistungsrelevanz. Magnesium ist Cofaktor bei ATP-Synthese (Energie), Proteinbiosynthese (Muskelaufbau) und neuromuskulärer Signalübertragung (Muskelkontraktion). Schwitzen erhöht den Magnesiumverlust. Studien zeigen, dass Sportler häufiger subklinische Magnesiumdefizite aufweisen als die Allgemeinbevölkerung. Magnesiummalat vor dem Training und Bisglycinat zur Regeneration ist das evidenzbasierte Protokoll.

Kann Magnesium mit Vitamin D kombiniert werden?

Nicht nur kann, sondern sollte. Magnesium ist essenziell für die Aktivierung von Vitamin D: Die enzymatische Umwandlung von 25-OH-Vitamin-D in die aktive Form 1,25-OH₂-Vitamin-D (Calcitriol) ist Magnesium-abhängig. Vitamin-D-Supplementierung ohne ausreichende Magnesiumversorgung kann die Wirkung des Vitamins drastisch reduzieren. Beide zusammen supplementieren ist die physiologisch korrekte Strategie.


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